Griechenland Reiseinformationen
Einreise und Fakten
Die nachstehenden Informationen zur Einreise sind gültig für Einzelreisende, die sich ihr Visum in Eigenregie organisieren möchten.
Einreise für Deutsche
Visumfrei für einen unbegrenzten Aufenthalt. Notwendig ist der gültige Reisepass, für einen Aufenthalt bis zu 3 Monaten ist auch der gültige Personalausweis ausreichend.
Arbeitsaufnahme nach EU-Regelung ohne Besorgung einer Arbeitserlaubnis möglich.
Einreise für Österreicher
Visumfrei für einen unbegrenzten Aufenthalt. Notwendig ist der gültige Reisepass, für einen Aufenthalt bis zu 3 Monaten ist auch der gültige Personalausweis ausreichend.
Arbeitsaufnahme nach EU-Regelung ohne Besorgung einer Arbeitserlaubnis möglich.
Einreise für Schweizer
Visumfrei für einen unbegrenzten Aufenthalt. Notwendig ist der gültige Reisepass, für einen Aufenthalt bis zu 3 Monaten ist auch die gültige nationale Identitätskarte ausreichend.
Arbeitsaufnahme nach einem Abkommen zwischen der EU und der Schweiz ohne Besorgung einer Arbeitserlaubnis möglich.
Landesdaten
Lage Die Republik Griechenland liegt zwischen dem Ägäischen Meer im Osten und dem Ionischen Meer im Westen, grenzt im Nordwesten an Albanien, im Norden an Mazedonien, im Nordosten an Bulgarien und die Türkei. |
Einwohner Bevölkerung: ca. 10,9 Millionen |
Sprache Die Landessprache ist Griechisch. In größeren Hotels und Geschäften wird meist auch Englisch, Französisch oder Deutsch gesprochen. |
Zeitverschiebung Mitteleuropäische Zeit (MEZ) +1 Stunde. |
Stromspannung
220 Volt Wechselstrom, 50 Hertz. In einigen ländlichen Gebieten und auf einigen Inseln 110 Volt Gleichstrom. Die Mitnahme eines Adapters empfiehlt sich.
Telefon/Post
Telefon
Die Landesvorwahl von Deutschland nach Griechenland ist 0030, von Griechenland nach Deutschland gilt die Vorwahl 0049. Die meisten öffentlichen Telefone funktionieren mit Telefonkarten, die man in den Büros der Telefongesellschaft O.T.E. oder an Kiosken kaufen kann. Auch bei Ortsgesprächen muss die jeweilige Vorwahl mitgewählt werden.
NOTRUFNUMMERN: Europaweite Notrufnummer 112 oder Polizei 100, Unfallrettung 166, Feuerwehr 199; Touristenpolizei 171.
Mobilfunk Derzeit gibt es Roamingverträge mit Anbietern in Griechenland von E-Plus, O2, T-Mobile und Vodafone. Beim Autofahren dürfen Mobiltelefone jedoch nicht benutzt werden. |
Internet Länderkürzel: .gr |
Feiertage
1.Januar (Neujahr), 6. Januar (Dreikönigstag), Katharie Devtera (Rosenmontag), 25. März (Unabhängigkeitstag), Karfreitag bis Ostermontag (orthodoxes Ostern), 1. Mai (Tag der Arbeit), Pfingstmontag, 15. August (Maria Himmelfahrt), 28. Oktober (Ochi-Tag/ Nationalfeiertag), 25. Dezember (Weihnachten), 26. Dezember (St. Stephen´s Tag); außerdem verschiedene örtliche Feiertage.
Die Hauptferienzeit geht von Mitte Juli bis Ende August.
Öffnungszeiten
Banken: Mo bis Fr 8-14 Uhr, einige Wechselstuben im Zentrum Athens und an den Grenzübergängen haben auch nachmittags und abends geöffnet;
Post: Mo bis Fr 8.30-13.30, 17-19 Uhr, die Hauptpost in Athen hat auch Samstagvormittag geöffnet;
Geschäfte: Die Öffnungszeiten der Geschäfte hängen von der Jahreszeit und der Region ab und sind sehr unterschiedlich. Warenhäuser und große Supermärkte haben in der Regel von Mo bis Fr 8-20 Uhr geöffnet.
Kleidung
Während der Sommermonate sollte man leichte, gut waschbare Kleidung mitnehmen. Abends sind teilweise auch leichte Wollsachen angebracht, da es dann üblicherweise etwas kühler wird.
Für die übrige Zeit empfiehlt sich Übergangskleidung und wärmere Wollsachen.
Währung
WährungseinheitWährungseinheit: Euro ( EUR) |
Devisenbestimmungen /Umtausch
Einfuhr Fremdwährung: unbeschränkt
Einfuhr Landeswährung: unbeschränkt
Deklaration: Ja - bei der Einfuhr von Fremd- und Landeswährung im Gegenwert von 10.000 Euro sowie bei der Ausfuhr von Fremd- und Landeswährung im Gegenwert von 2.000 Euro.
Ausfuhr Fremdwährung: unbeschränkt
Ausfuhr Landeswährung: unbeschränkt
Internationale Kreditkarten: Ja - werden von größeren Hotels, zahlreichen Geschäften und größeren Autovermietern akzeptiert. In ländlichen Gebieten ist Barzahlung üblich.
Vorgeschriebene Impfungen
Keine.
Empfohlene Impfungen
Keine.
Klimainformationen
Griechenland besitzt ausgesprochenes Mittelmeerklima mit vielen charakteristischen Variationen in den nördlichen und westlichen Landesteilen. Die Sommer sind lang und warm: Sie erstrecken sich üblicherweise über den Zeitraum von März bis Anfang November, und es werden Temperaturen zwischen 28 und 35°C im Schatten gemessen. Es regnet zu dieser Zeit eher wenig.
Die Winter in Zentral- und Südgriechenland sind entsprechend kurz und sehr regnerisch. In den nördlichen und östlichen Gebieten sinken die Temperaturen im Winter teilweise auf -20°C ab.
Beste Reisezeit
Die angenehmste Reisezeit ist von April bis Ende Juni und September bis Anfang November.
In Griechenland und seiner Inselwelt herrscht mediterranes Klima mit trockenen, teilweise sehr warmen Sommern, im Landesinneren eher kontinentales Klima mit hohen Temperaturen, die aber infolge der Lufttrockenheit erträglich sind. Die Winter (Ende November bis Anfang März) sind kurz und regenreich. Die ägäischen Inseln erfahren auch im Sommer eine Abkühlung durch den von Norden und Nordosten wehenden Meltemi-Wind. Aus diesem Grund steigen die Temperaturen selten über 30°C. Statistisch gesehen hat Kreta die längste Sonnenscheindauer, gefolgt vom Archipel des Dodekanes (Kos).
Geschichte/Politik
Griechenland ist seit der Altsteinzeit besiedelt. Bereits in der Jungsteinzeit bestanden zwischen der griechischen Halbinsel, den Ägäischen Inseln und der Westküste Kleinasiens enge Verbindungen. Ab 1900 v. Chr. dominierte die mykenische Kultur im Süden Griechenlands. 700 Jahre später wurde Troja von den mykenischen Heeren zerstört. Von 800 v. Chr. bis zum Einmarsch der Römer dauerte die klassische demokratische Epoche, geprägt von der Staatsform der Polis (Stadtstaaten). Zwischen dem achten und sechsten Jahrhundert v. Chr. stiegen Athen und Sparta zu den vorherrschenden Stadtstaaten Griechenlands auf. Im Jahr 776 v. Chr. fanden die ersten Olympischen Spiele statt, an denen alle freien griechischen Männer teilnehmen durften. Unter Alexander dem Großen erfolgte eine über zehn Jahre dauernde Eroberungsphase, in der es zu einer großen Ausdehnung der griechischen Macht, Kultur und Sprache durch das makedonische Reich kam, das im Osten bis Nordindien und im Süden und Westen bis Ägypten reichte. Nach Alexanders Tod wurde Griechenland von den Römern unterworfen und 27 v. Chr. in das Römische Reich eingegliedert. Bei der Römischen Teilung im Jahr 395 kam Griechenland unter die Herrschaft von Byzanz. Neben Konstantinopel wurde Thessaloniki Zentrum dieses Reiches, das geprägt war durch die klassische griechische Bildung und die christliche Glaubenslehre. Mit der Eroberung Konstantinopels durch die Osmanen (1453) begann die 400jährige Fremdherrschaft Griechenlands. Erst 1833 wurde das Land nach langem Freiheitskampf zum selbständigen Königreich und Athen zur Hauptstadt erklärt. 1843 erfolgt die Umwandlung in eine konstitutionelle Monarchie. 1896 fanden die ersten Olympischen Spiele der Neuzeit statt. 1936 wurde Griechenland zur Diktatur. 1944 brach der Bürgerkrieg aus, der 1949 mit der Niederlage der Kommunisten endete. Die im Aufbau befindliche Demokratie wurde 1967 durch einen Militärputsch rechter Obristen beendet. Die Diktatur hielt sich bis 1974 an der Macht, danach wurde Griechenland präsidiale Republik. Seit 1981 ist das Land Mitglied der EU.
Wirtschaft
Die Landwirtschaft spielt eine wichtige Rolle in der griechischen Wirtschaft. Tabak zählt zu den Hauptanbauprodukten. Daneben werden Weizen, Tomaten, Orangen, Mais, Weintrauben, Oliven und Baumwolle angebaut. Zu den führenden Industrie-Erzeugnissen gehören Metalle und Metallwaren, Nahrungsmittel, Getränke, Tabak, Textilien, Bekleidung, chemische Produkte, Zement und Wein. Die beiden Haupteinnahmequellen Griechenlands sind aber die Schifffahrt und der Fremdenverkehr. Anfang der 80er Jahre begannen die Einnahmen aus der Erdölförderung die Wirtschaft des Landes zu unterstützen.
Religion
Über 90 Prozent der Bevölkerung gehören der griechisch-orthodoxen Kirche an. Die übrigen sind Muslime, Katholiken, Protestanten und Monophysiten (armenische Christen).
Vegetation
In Griechenland werden auf Meeresniveau zahlreiche Kulturpflanzen wie Orangen, Oliven, Datteln, Granatäpfel, Feigen, Baumwolle und Tabak angebaut. In Lagen zwischen 100 und 500 Metern gibt es sommergrüne und immergrüne Wälder mit Eichen, Kastanien und Sumach. Charakteristisch sind auch Tulpen, Hyazinthen und Lorbeergewächse. In Lagen über 1.200 Metern wachsen Tannen und Wildblumen wie Anemonen und Zyklamen. Moose und Flechten herrschen ab einer Höhe von 1.500 Metern vor.
Tierwelt
An Tierarten findet man Wildschweine, Braunbären, Luchse, Schakale, Gämsen, Dachse und Wiesel. Vögel wie Falken, Pelikane, Reiher, Fasane, Rebhühner, Nachtigallen, Turteltauben und Störche sind in Griechenland verbreitet.
Kulinarisches
Die griechische Landesküche mit Knoblauch, Olivenöl und Kräutern zeigt orientalischen Einfluss. Obst wie Melonen, Pfirsiche und Apfelsinen sowie Gemüse wie Artischocken, Auberginen und Paprikaschoten werden reichlich geboten. Fleisch und Fisch werden fast immer gegrillt. Bevorzugt werden Lamm- und Hammelfleisch. Typisch sind Fleischspieße wie Suvlaki oder Gyros. Fisch und Meeresfrüchte spielen eine große Rolle in der griechischen Küche. Neben Seezunge und Thunfisch finden sich Hummer, Muscheln und Tintenfisch. Griechischer Käse ist meist aus Schafs- und Ziegenmilch hergestellt. Das am meisten verbreitete Getränk ist Wein, der als Rot- und Weißwein angebaut wird. Einige Landweine sind geharzt (Retsina). Das griechische Bier geht in seiner Tradition auf den ersten aus Bayern stammenden griechischen König Otto zurück. Kaffee wird in mehreren Variationen angeboten.
Sehenswertes
Athen
Die Hauptstadt Athen ist das kulturelle Herz Griechenlands. Sie ist Sitz des Oberhaupts der griechisch-orthodoxen Staatskirche und bedeutender Bildungseinrichtungen wie der Universität und weltberühmten Museen. Die Antike ist in der Stadt überall präsent und viele Sehenswürdigkeiten geben Zeugnis vom ersten demokratischen Staat in der Geschichte. Kaum ein Besucher wird die Stadt verlassen, ohne der Akropolis, was so viel bedeutet wie "Hohe Stadt", einen Besuch abzustatten. Sie repräsentiert einen bedeutenden, aber nur kurzen Zeitraum der Geschichte der Stadt. Am bekanntesten ist wohl der Parthenon, ein Tempel, der der Göttin Athena geweiht ist. Nahe der Akropolis erstreckt sich die Agora, Marktplatz und Mittelpunkt des antiken Athens. Hier finden sich die am besten erhaltenen Tempel Griechenlands.
Auch die Altstadt Plaka ist eine Besichtigung wert. Hier liegen die Flohmarkt-Hauptstraße Ivestou, die Geschäftsstraße Ermou und der City Platz mit dem ehemaligen Schloss des Königs (heute das Parlament) sowie der Friedhof Kerameikos. Die Straße Athinas, die auf den Omonia Platz führt, ist eine Mischung aus dem traditionellen und dem europäischen Athen. Drumherum ist Athen eine brodelnde Stadt mit allen Vor-, aber auch Nachteilen der Zivilisation, wie Luftverschmutzung, Betonwüsten und chaotischen Verkehrsverhältnissen. Etwa 60 Prozent der griechischen Industriebetriebe sind in Athen angesiedelt und die Stadt ist im europäischen Vergleich die Großstadt mit den wenigsten Grünanlagen.
Peloponnes
Die Halbinsel Peloponnes ist der südlichste Teil des griechischen Festlandes. Denkmale aus allen Phasen der griechischen Geschichte von mykenischen Burgen über griechische Stätten bis hin zu Burgen der Kreuzritter sind hier zu finden. Lange Strände haben die Peloponnes in Verbindung mit dem Kulturangebot zu einem beliebten Urlaubsziel werden lassen. Darüber hinaus gibt es für Naturfreunde eine interessante Naturlandschaft mit Dünen- und Felsküste. Die Bergwelt des Landesinneren steht im Kontrast zu den fruchtbaren Landschaften von Lakonien, Messinien und der Argolis. Patras, im Westen der Halbinsel gelegen, ist Griechenlands viertgrößte Stadt.
Makedonien
Makedonien, das sich vom Néstos im Westen bis zur albanischen Grenze erstreckt und im Süden vom Olymp begrenzt wird, weist sehr vielfältige Landschaftsformen auf: bis zu 3.000 Meter hohe Berge, Ebenen mit Obstplantagen, Hügellandschaften und kilometerlange Strände. Zentrum von Industrie und Handel ist Thessaloniki, die zweitgrößte Stadt Griechenlands. Bedeutend sind hier die antiken Zeugnisse in Pélla, dem Geburtsort Alexanders des Großen und Vergina, wo sich das Grab Philipps des zweiten befindet. Auch die Bauten aus der christlichen Zeit (Klöster, Basiliken und Kirchen) sind sehenswert. Auf der Halbinsel Chalkidike stehen beispielsweise in schwindelerregender Höhe die Athos-Klöster. Der Westen Makedoniens bietet sich für Individualtouristen an, die in Ruhe entspannen möchten.
Thrakien
Thrakien ist vom Tourismus weniger erschlossen als viele andere griechische Regionen, aber gerade darin liegt sein Reiz. Die nordöstliche Region ist, ähnlich wie Makedonien, reich an fruchtbaren Ebenen mit Plantagenwirtschaft. Getreide, Wein, Reis und Tabak werden hier angebaut. Charakteristisch in der unberührten Landschaft sind die Feuchtgebiete, die die beiden Flüsse Néstos und Évros auf ihrem Weg zum Meer geschaffen haben und die neben dem Vistonis-See die Hauptattraktionen der Region sind. Auf der zugehörigen Insel Samothrake gibt es neben einladenden Stränden und Badebuchten eine schöne Naturlandschaft mit dichten Wäldern, Quellen und einer vielfältigen Flora.
Zentralgriechenland
Die Region wird begrenzt vom Golf von Pátras, vom Golf von Korinth und vom Golf von Evia. Im Osten grenzt sie an Attika. Historisch interessante Stätten sind das Kloster Ossios, das eines der bedeutendsten Denkmale der byzantinischen Mosaikkunst des elften Jahrhunderts ist, die Stadt Theben, das Orakelheiligtum von Delphi und die Thermopylen. Das heutige Thìva (Theben) ist bekannt durch seinen historischen Vorgänger, das "Siebentorige Theben". Antike Mauerreste, Gräber und zahlreiche Funde wurden hier entdeckt und können zum Teil auch im angeschlossenen Archäologischen Museum besichtigt werden. Delphi ist eine der bedeutendsten Kultstätten und wichtigsten Ausgrabungsstätten der klassischen Zeit in Griechenland. Die einzigartige Lage in den Bergen und der Reichtum an antiken Resten macht Delphi zu einem der Höhepunkte einer Griechenland-Reise für Kulturinteressierte. Zu besichtigen sind das Apollo-Heiligtum, das Heiligtum der Athena Pronaia sowie ein angeschlossenes Museum, wo die Sphinx der Naxier zu bewundern ist.
Attika
Attika ist vom Saronischen Golf umgeben und grenzt im Nordosten an Zentralgriechenland. Charakteristisch für die Region, in der die Hauptstadt Athen liegt, ist der Gegensatz zwischen Bergen wie der Parnitha, der Pendeli und Hymettos und dem weiten Meer. Die Attische Riviera, auch Apollonküste genannt, zwischen Piräus und Kap Súnion, ist seit dem Zweiten Weltkrieg zu einer stark frequentierten Touristenregion geworden. In den Badeorten wie Glyfada, Vula, Vuliagmeni, Varkiza und Legrena mit ihren Bars, Discotheken und ihrem Unterhaltungsprogramm fühlen sich insbesondere junge, unternehmungslustige Urlauber wohl. Auch Aigina ist wegen seiner schönen Strände und wegen des klaren Wassers bei Urlaubern sehr beliebt. Besonders schöne Landschaften und Strände findet man u.a. in Agía Marína, Faros und Marathónas.
Kreta
Kreta, die größte griechische Insel, liegt etwa 100 Kilometer südöstlich der Peloponnes. Die Insel ist wegen ihrer schönen, abwechslungsreichen Natur, wegen ihres Klimas und wegen ihren Stränden sowie den minoischen Kulturdenkmälern ein beliebtes Urlaubsziel geworden. Chaniá ist ein guter Ausgangspunkt um die Insel zu entdecken. Zentrum der Stadt ist der venezianische Hafen mit vielen einladenden Restaurants und Cafés. In der Kirche San Francesco ist das Archäologische Museum untergebracht, das herausragende Exponate von der neolithischen bis zur römischen Zeit zeigt. Sehenswert ist auch das Historische Museum der Stadt, das interessante Ausstellungsstücke zu den Themen Zweiter Weltkrieg, Widerstand und deutsche Besatzungszeit hat. Ausflüge von Chaniá kann man beispielsweise in die Klöster Agia Triáda und Guvernéto, auf die Halbinsel Rhodópu, wo es neben archäologischen Stätten auch eine schöne Badebucht gibt, sowie in die Samariá-Schlucht (Nationalpark) unternehmen, die in circa sechs Stunden durchwandert werden kann. In jedem Fall sollten geschichtsinteressierte Kreta-Urlauber der Ausgrabungsstätte von Knossós einen Besuch abstatten. Die minoische Palastanlage wurde freigelegt und zum Teil rekonstruiert. Wegen seiner schönen Strände und guten Ausflugsmöglichkeiten ist das am Golf von Nikólaos gelegene Städtchen Agios Nikólaos bei Badeurlaubern besonders beliebt. Ausflüge bieten sich beispielsweise in das Kunsthandwerkerdorf Kritsá, auf die Lassíthi-Ebene mit ihrer Tropfsteinhöhle sowie zum Ruinenfeld von Gurniá an.
Dodekanes-Inseln
Der Dodekanes, die Gruppe der zwölf Inseln, gehören zu den Südlichen Sporaden. Er umfasst die größeren Inseln Pátmos, Kos und Rhodos, die zu den beliebtesten Reisezielen Griechenlands gehören, sowie etwa 40 kleinere Inseln und Riffe. Der Reiz der Dodekanes-Inseln liegt in ihren unterschiedlichen Landschaften und ihren Sehenswürdigkeiten aus antiker Zeit. Für Urlauber, die Unterhaltung suchen, ist Rhodos mit seiner gleichnamigen Hauptstadt und der vorzüglichen touristischen Infrastruktur genau das Richtige. Besucher, die Ruhe wollen, können sich für eine der kleineren Dodekanes-Inseln entscheiden.
Nationalparks in Griechenland
Griechenland hat die natürliche Flora und Fauna in "Ethniki Drymi", d.h. Nationalparks, unter Schutz gestellt. Die insgesamt zehn geschützten Landschaftsgebiete liegen vor allem auf dem Festland und auf Kreta und bieten Naturfreunden und Aktivurlaubern ein reges Betätigungsfeld. Folgende Landschaften wurden unter Schutz gestellt: die grünen Landschaften des Ainos auf Kefalonia, die Bergregion Vikos-Aoos in Epirus, das Parnass-Gebirge und der Berg Iti in Zentralgriechenland, das Pindos-Gebirge und die Préspa Seen in Makedonien, das Massiv des Olymp an der makedonisch-thessalischen Grenze, das Kap Súnion an der Südspitze Attikas, der Berg Parnitha und die 18 Kilometer lange Samariá-Schlucht auf Kreta.