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Myanmar (Birma, Burma):

Unsere Reiseinfos:

Land & Leute

Myanmar, das ehemalige Burma, ist eines der interessantesten Länder Asiens. Trotz des Baus zahlreicher neuer Hotels ist es vom Tourismus noch weitgehend unberührt und birgt viele landschaftliche und religiöse, vor allem buddhistische, Reichtümer. Mit einer Fläche von 676.572 km² ist es fast doppelt so groß wie Deutschland. Von seinen ca. 53 Millionen Einwohnern, die sich in 135 ethnische Gruppen aufteilen, bekennen sich rund 90 % zum Theravada-Buddhismus, die übrigen 10 % sind meist Moslems und Christen. Gemeinsame Grenzen hat Myanmar im Westen mit Bangladesch und Indien, im Norden mit Indien und China, im Osten mit China, Laos und Thailand. Die Landschaften sind vielfältig. In Nord-Süd-Richtung verlaufende Gebirgsketten und ein großes Hochplateau schließen die zentrale, fruchtbare Ebene des Ayeyarwady-Stromes ein, der etwas östlich der Hauptstadt Yangon in einem Delta in die Bucht von Bengalen mündet. Über 800 km weiter im Norden am Ayeyarwady liegt die letzte Königsstadt des Landes: Mandalay. Auf diesem Strom verkehrt auch das bekannte Kreuzfahrtschiff "Road To Mandalay".

Visum

Für die Einreise nach Myanmar benötigen Sie ein Visum. Die entsprechenden Informationen und Formulare finden Sie hier.

Währung

Die Landeswährung ist der Kyat (gesprochen: Tschat). Am besten bringen Sie US$ in bar (möglichst neue, ungebrauchte Scheine) mit und tauschen diese vor Ort in die Landeswährung. Ihre Reiseleitung oder das Hotelpersonal ist Ihnen dabei gerne behilflich. Zur Zeit (Stand März 2005) werden quasi keine Kreditkarten akzeptiert. Reiseschecks sind nur mit einem relativ hohen Aufwand einzulösen. US$ in bar sind im ganzen Land die einfachste Lösung. Auch Euro werden nur selten akzeptiert !

Sprache

Die Amtssprache ist burmesisch. Im ganzen Land gibt es jedoch rund 200 verschiedene Dialekte. In von Ausländern häufig besuchten Gebieten sprechen viele Einheimische auch Englisch. Eine Reise mit einer einheimischen Reiseleitung wird Ihnen den Kontakt dennoch sehr erleichtern.

Sicherheit

Myanmar gilt als sehr sicheres Reiseland. Diebstähle und Gewaltverbrechen sind weitgehend unbekannt.

Gesundheit

Für die Einreise sind keine Impfungen vorgeschrieben. Bitte kontaktieren Sie Ihren Hausarzt oder ein Tropeninstitut für aktuelle Empfehlungen. Wie in vielen tropischen Ländern gilt: meiden Sie Leitungswasser sowie ungewaschenes bzw. ungeschältes Obst und Gemüse. Die Mitnahme von Insektenmittel (z. B. bei Reisen an den Inle See und in bewaldete Gebiete) ist empfehlenswert.

Flughafengebühren

Für Inlandsflüge fallen zur Zeit (Stand März 2005) keine vor Ort zu zahlenden Flughafengebühren an. Lediglich für internationale Abflüge sind 10 US$ pro Person in bar am Check-In Schalter zu entrichten.

Strom

Die Stromspannung in Myanmar ist 220-230 V 50 Hz. Jedoch sind Stromausfälle und –schwankungen an der Tagesordnung. In abgelegeneren Gegenden und in einfachen Hotels ist Strom häufig nur zeitweise verfügbar. Hotels höheren Standards haben in der Regel einen eigenen Generator. Zumeist sind die Steckdosen englischen Formats. Ein internationaler Adapter sollte also nicht fehlen.

Zeitverschiebung

Die Zeitverschiebung zu Deutschland, Österreich und der Schweiz ist + 5,5 Stunden (Winterzeit) bzw. + 4,5 Stunden (Sommerzeit). In der Hauptsaison ist der Sonnenuntergang gegen 17.30 Uhr.

Klima

In Myanmar gibt es drei Jahreszeiten: die heiße Zeit dauert in der Regel von März bis Mai (mit Temperaturen von 25 – 40 °C), die Regenzeit von Juni bis September (mit Temperaturen von 20 – 33 °C bei relativ hoher Luftfeuchtigkeit) und die trockene Zeit von Oktober bis Februar (mit Temperaturen von 18 – 25 °C). Dennoch hat jede Reisezeit Ihren eigenen Reiz: im Winter sind die Temperaturen und die Luftfeuchtigkeit eher angenehm, in der restlichen Zeit erlebt man dafür die Landschaft in noch satterem Grün und die Reisepreise sind aufgrund der geringeren Nachfrage niedriger. Bagan und Mandalay sind z. B. von der Regenzeit kaum betroffen und können das ganze Jahr gut bereist werden. Zu Schwierigkeiten kann es in der Regenzeit jedoch in sehr abgelegenen Bergregionen kommen, da dort die Straßen teilweise stark beschädigt werden.

Kleidung

Leichte Kleidung ist für die meisten Gebiete angemessen. In höhergelegenen Gegenden (z. B. im Norden des Landes, in Kalaw oder am Inle See) kann es abends recht kühl werden und im Winter sogar Temperaturen um 10 °C erreichen. In der Regenzeit sollte eine Regenjacke oder ein Regenschirm im Gepäck sein. Ganzjährig sollte Sonnenschutz (Sonnenbrille, Sonnencreme, ...) nicht fehlen. Beim Besuch von Tempeln, Pagoden, Klöstern und Privathäusern müssen Sie Schuhe und Strümpfe ausziehen. Sandalen können daher eine praktische Alternative sein.

Transfers

Soweit Sie Transfers durch uns gebucht haben, erwartet Sie am jeweiligen Flughafen, Bahnhof, Pier oder Hotel ein Fahrer mit unserem Firmenschild oder einem Namensschild mit Ihrem Namen. Bei kompletten Rundreisen mit Reiseleitung sind grundsätzlich alle nötigen Transfers inklusive.

Programmänderungen

Myanmar ist ein Land, daß sich noch mitten im Entwicklungsprozeß befindet und noch keine perfekte (touristische) Infrastruktur aufweist. Daher kann es, auch kurzfristig und trotz sorgfältiger Vorbereitung, zu notwendigen Programmänderungen kommen. In Einzelfällen ist möglicherweise auch einmal eine geplante Besichtigung (z. B. aufgrund von Renovierungsarbeiten) nicht möglich. Wir sind jedoch immer bemüht evtl. Unregelmäßgkeiten so gering wie möglich zu halten. Aber nicht zuletzt gehört dies zum Charme dieses unvergleichlich schönen Landes.

Transport

Das schnellste Transportmittel innerhalb Myanmars ist das Flugzeug. Als Passenger Sales Agent von Air Mandalay, erfolgen fast alle von uns für Sie gebuchten Inlandsflüge mit Air Mandalay. Nur in wenigen Fällen greifen wir auf die Dienste von Yangon Airways zurück. Beide sind zuverlässige private Fluggesellschaften, die mit modernen Turboprop-Flugzeugen die wichtigsten Städte des Landes verbinden. Air Mandalay fliegt zusätzlich von Yangon nach Chiang Mai (Thailand) und von Chiang Mai nach Mandalay und Yangon. In wenigen Ausnahmen buchen wir Flüge mit der staatlichen Myanmar Airways. Letzteres trifft nur zu, wenn Sie in besonders abgelegene Gebiete reisen, die von den privaten Fluggesellschaften im Linienverkehr nicht angeflogen werden (z. B. Myitkyina, Putao, etc.).

Kommunikation

Aus den großen Städten sind Gespräche und Faxe ins Ausland in der Regel problemlos möglich. Fragen Sie jedoch vor Gesprächsbeginn nach den aktuellen Preisen. In Yangon gibt es mittlerweile Internetcafés und andere Städte werden bestimmt bald folgen.

Fotografie

Fotografieren und Filmen ist in Myanmar grundsätzlich erlaubt. Man sollte jedoch die übliche Zurückhaltung wahren und fremde Menschen evtl. vorher um Erlaubnis bitten. Militärische und strategische Einrichtungen (Brücken, Flughäfen, Bahnhöfe, ...) dürfen jedoch nicht fotografiert oder gefilmt werden. In Pagoden, Tempeln und Klöstern kann eine Kameragebühr erhoben werden. Diese wird in der Regel zum Erhalt des Bauwerkes verwendet.


Hoteladressen auf unserer Rundreise:

Traders Hotel / Yangon

No. 223 Sule Pagoda Road,
Yangon, Myanmar.
Tel : 95-1- 242828
Fax : 95-1- 242800

E-mail : businesscentre@tradersyangon.com.mm / thyn@shangri-la.com

Website : www.shangri-la.com

 

Kyaikhto Hotel / Kyaikhtiyo

Kyaikhtioy Hill, Kyaikhto Township,
Mon State, Myanmar.
Tel : 95 -1-663 341, 663 351 ( Yangon office )
Fax : 95 -1- 663 667

Website : www.onyxmyanmar.com

 

Tharabar Gate Hotel / Bagan

Near Tharabar Gate, Old Bagan,
Myanmar.
Tel : 95-1-653012, 653099, 653100, 4481033 & 95-2-67217

E-mail : global@myanmarpartners.com.mm

Website : www.hoteltharabar.com

 

Sedona Hotel / Mandalay

Sedona Hotel Mandalay
No. 1 Junction of 26th and 66th Street, Chanayetharzan Township, Mandalay, Myanmar.
Tel: 95 - 2 - 236 488,
Fax: 95 - 2 - 236 499

Email: sales.shm@sedona.com.mm

Website: www.sedonamyanmar.com

 

Pine Hill Resort / Kalaw

No. 151, Oo Min Road, Kalaw,
Shan State, Myanmar.
Tel : 95 - 81 - 50079, 50303, 50304
Fax : 95 - 81 - 50078

 

Golden Island Cottage / Inle

Nampan Village, Inle Lake
Southern Shan State, Myanmar.
Tel:  95 - 81 - 29390

Email: PNO@mptmail.net.mm

Website: http://www.gicmyanmar.com


Länderinfos des Auswärtigen Amts:

Myanmar auf einen Blick

Landesname:

Myanmar (Union of Myanmar)

Klima:

tropisch ( im Norden subtropisch) mit ständig hoher Luftfeuchtigkeit, Regenzeit von Mitte Mai bis Mitte Oktober;
Durchschnittswerte Yangon: Höchsttemperatur: 42,2°C, Niedrigsttemperatur: 9,2, Niederschlag: 2639 mm

Lage:

Südostasien, zwischen 9°58' Nord und 28°31' Nord sowie 92°10' Ost und 101°11' Ost
Seegrenze Golf von Bengalen und Golf von Martaban 2000 km, Landesgrenze 4640 km ( Bangladesch 240, Indien 1040, China 1520, Laos 240, Thailand 1600 km

Größe des Landes:

678.528 qkm, d.h. knapp zweimal so groß wie Deutschland; größte Ausdehnung Nord-Süd 2.500 km, Ost-West 900 km

Hauptstadt (Einwohnerzahl)

Yangon ( früher Rangun, englisch: Rangoon) ca. 4,5 Mio. Ew

Bevölkerung:

Ca. 52 Mio. Einwohner
Abstammung: mehrheitlich zur tibeto-birmanischen Volksgruppe gehörend, daneben, Mon-Khmer und Thai-chin. Abstammungsgruppen; 135 unterscheidbare Volksgruppen;
Wachstumsrate: etwa 1,8%

Landessprachen:

birmanisch als Hauptsprache ( von etwa 70% der Bevölkerung als erste Sprache gesprochen), daneben Minoritätensprachen wie Shan, Kachin, Arakenesisch, Chin, Mon, Karen; Englisch ist erste Fremdsprache und Sprache im dipl. und Geschäftsverkehr.

Religionen / Kirchen:

Theravada- Buddhisten ( 88,8%), Christen ( 4,6%), Moslems (3,9%), Hindus ( 0,4%), Animisten (2,2%), einige Konfuzianer

Nationaltag:

4. Januar (Independence Day)

Unabhängigkeit:

4. Januar 1948

Regierungsform:

Militärregime

Staatsoberhaupt:

Senior General Than Shwe; (seit 23.04.1992)
Chairman of the State Peace and Development Council (SPDC)

Regierungschef:

General Khin Nyunt (Premierminister)

Außenminister:

Generalmajor Nyan Win

Parlament:

Es gibt kein Parlament

Parteien:

Insgesamt noch 10 zugelassene politische Parteien, davon neun bedeutungslos. Führend ist die von Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi im Sommer 1988 mitgegründete National League for Democracy (NLD), der es bei den niemals umgesetzten Parlamentswahlen von 1990 gelang, 60% aller Stimmen und 80% aller Sitze zu gewinnen.

Opposition:

siehe Parteien (NLD)

Gewerkschaften:

keine (jede gewerkschaftliche Betätigung ist untersagt)

Kirchen:

Die buddhistische Ordensgemeinschaft hat aufgrund der weiten Verbreitung des Theravada-Buddhismus eine starke gesellschaftliche Stellung inne, ist aber nicht in die institutionelle Politik integriert. Protestantische Kirchen (vor allem Baptisten) sowie die katholische Kirche sind vor allen in Randstaaten prominent vertreten (Karen, Chin, Mon, Kachin) und sind sozial, nicht aber politisch-gesellschaftlich aktiv.

Verwaltungsstruktur des Landes:

Untergliederung in je 7 States und Divisions (insgesamt 55 Distrikte), deren Einfluss allerdings gering ist. Eine herausgehobene Rolle spielen lediglich die regionalen Armeeführer ("Regional Commander") Grundlegende Entscheidungen werden ausschließlich in Yangon getroffen.

Mitgliedschaft in internationalen Organisationen (Beitrittsjahr in Klammern)

UNO (1948), ILO (Internationale Arbeitsorganisation; 1948), FAO (VN-Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation; 1947), UNESCO (VN-Organisation für Erziehung, Wissenschaft und Kultur; 1949), ICAO (Internationale Zivilluftfahrt-Organisation; 1948), WHO (Weltgesundheitsorganisation; 1948), ITU (Internationale Fernmeldeunion; 1986), WMO (Weltorganisation für Meteorologie; 1950), IMO (Internationale Seeschifffahrts-Organisation; 1958), Weltbank (1952), IDA (Internationale Entwicklungsorganisation – Weltbank; 1962), IMF (Weltwährungsfonds; 1952), IFC (Internationale Finanz-Corporation – Weltbank; 1956), UNICEF (VN-Kinderhilfswerk, 1948), UNCTAD (VN-Handels- und Entwicklungskonferenz; 1948), UNDP (Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen; 1948), UNIDO (Organisation der Vereinten Nationen für industrielle Entwicklung; 1990), ESCAP (Wirtschafts- und Sozialkommission für Asien und den Pazifik; Beitrittsdatum nicht bekannt), ADB (Asiatische Entwicklungsbank 1973), IAEA (Internationale Atomenergie-Organisation 1957), Colombo-Plan (Entwicklungshilfeplan für die süd- und südostasiatischen Commonwealth-Mitglieder), Genfer Abrüstungsausschuss (CCO), GATT/WTO (Welthandelsorganisation; 1948), Internationales Rotes Kreuz (1993)

Wichtigste Medien:

Rundfunk und –seit 1980 – Fernsehen sowie eine gelenkte Tageszeitung in fünf birmanischen und einer englischen Version ("NEW LIGHT OF MYANMAR"). Mit englischsprachiger "MYANMAR TIMES" wurde 2000 erstmals eine private Wochenzeitung zugelassen (burm. Ausgabe seit Frühjahr 2001)

Ansässige Deutsche:

z. Zt. etwa 80

Bruttoinlandsprodukt:

ca. USD 10 Mrd.

Jährliches Pro- Kopf- BIP:

ca. USD 200

Reisen zu den touristischen Hauptzielen Rangun, Bagan, Mandalay und Inle-See sind im Regelfall jederzeit möglich. Bei allen anderen Reiszielen sollte vorher von einem erfahrenen Reisebüro geprüft werden, ob die Reise (Ziel, Route, Transportmittel) erlaubt ist. Das myanmarische Innenministerium gibt hierzu entsprechende Anweisungen in unregelmässigen Abständen heraus, die allerdings von den lokalen Behörden nicht immer befolgt werden.

In Myanmar werden Kreditkarten als Zahlungsmittel nicht akzeptiert. Das Ziehen von Bargeld per Kreditkarte bei Banken o.ä. ist ebenfalls nicht möglich. Reiseschecks können nicht eingelöst werden. Es sind deshalb unbedingt ausreichend Barmittel in US-Dollar (neue Scheine) mitzubringen. Euro in bar können nur bei der Myanmar Foreign Trade Bank in Yangon und bei deren Filiale am Flughafen getauscht werden.


Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige

Stand: 13. Januar 2005

Für die Einreise nach Myanmar ist ein Visum erforderlich, das bei der Botschaft der Union Myanmar (Zimmerstraße 56, 6. Etage, 10117 Berlin, Tel. 030–206 15 710, Fax: 030–206 49 757, E-Mail: emb.my.berlin@t-online.de Bürozeiten: Mo - Fr 09.30-16.30 h) in Berlin beantragt werden muss und gegen Zahlung einer Gebühr (derzeit ca. 25 Euro) normalerweise in angemessener Zeit auch ausgestellt wird.

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige können sich kurzfristig ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird.

Medizinische Hinweise

Impfschutz: Der Gesundheitsdienst des Auswärtigen Amtes empfiehlt Schutz gegen Tetanus, Diphtherie, Polio und Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt über drei Monate auch Hepatitis B. Bei besonderer Exposition (Landaufenthalt, Jagd, Jogging u.a.) kann Impfschutz auch gegen Tollwut und Typhus, evtl. auch gegen Japanische Enzephalitis sehr sinnvoll sein. Im persönlichen Beratungsgespräch mit dem Tropenarzt bzw. dem Impfarzt mit tropen- und reisemedizinischer Erfahrung sollen diese und andere Fragen entschieden werden.

Eine gültige Gelbfieberimpfung wird bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet verlangt.

HIV/AIDS ist mittlerweile auch in Myanmar, insbes. in größeren Städten und in den östlichen Grenzgebieten, ein gravierendes Problem. Gefährdet sind alle, die Infektionsrisiken eingehen: Sexualkontakte, unsaubere Spritzen oder Kanülen und Bluttransfusionen können ein lebensgefährliches Risiko bergen.

Prophylaxe: Viele Infektionserkrankungen (auch Magen- und Darminfektionen) können durch entsprechendes Verhalten vermieden werden. Es sollten nur abgekochte oder geschälte Speisen gegessen werden, auf Salate und auf mit Eiswürfeln gekühlte Getränke sollte verzichtet werden. Zu den in Myanmar verbreiteten Tropenkrankheiten gehören Malaria und Denguefieber. Konsequenter Mückenschutz (Mückenabwehrmittel, die bereits aus dem Ausland mitgebracht werden, Moskitonetz, bedeckende helle Kleidung) ist erforderlich.

Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Malarone, Doxycyclin, Lariam) auf dem Markt erhältlich. Die Auswahl und persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme einer Chemoprophylaxe mit einem Tropen- bzw. Reisemediziner besprochen werden. Medikamente sollten aus dem Ausland mitgebracht werden, da es sich bei im Land erhältlichen ausländischen Medikamenten teilweise um wirkungslose Imitate handelt.

Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht zu vergleichen und ist vielfach technisch, apparativ und/oder hygienisch problematisch. Oft fehlen auch europäisch ausgebildete englisch-/französischsprechende Ärzte. Ein ausreichender, weltweit gültiger Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung werden dringend empfohlen. Eine individuelle Reiseapotheke sollte mitgenommen und unterwegs der z.T. hohen Temperaturen wegen geschützt werden. Auch hierzu ist individuelle Beratung durch den Tropenarzt bzw. Reisemediziner sinnvoll.

In Notfällen kann Rat bei der SOS-Klinik (Myanmar SOS International Ltd, Inya Lake Hotel, 37 Kaba Aye Pagoda Road, Mayangone Township, Yangon, Tel. +95-1-667877 (24h Alarm), oder +95-1-667871 bzw. 667879, Fax +95-1-667866, www.internationalsos.com) in Rangun eingeholt werden, die auch Rettungsflüge organisiert.


Besondere strafrechtliche Vorschriften

Militärische Einrichtungen, Uniformierte sowie strategische Einrichtungen wie Brücken dürfen nicht fotografiert werden, Drogenbesitz führt zu schwersten Strafen. Die Ausfuhr von Antiquitäten ist untersagt, die Ausfuhr von ungeschliffenen bzw. nicht in Schmuck gefassten Edelsteinen nur mit besonderer Genehmigung möglich

Vorsicht bei exotischen Souvenirs

Bitte informieren Sie sich bereits vor Antritt Ihrer Reise darüber, welche Reiseandenken aus Artenschutzgründen nicht eingeführt werden dürfen. Nicht wenige Touristen erleben bei ihrer Rückkehr eine böse Überraschung, wenn das Erinnerungsstück vom Zoll beschlagnahmt wird oder sogar Strafen folgen.

Viele Reiseandenken unterliegen strengen Einfuhrregeln - Bitte informieren Sie sich!

Es folgt der länderspezifische Hinweis:


Besondere Zollvorschriften

Von der Mitnahme von Mobiltelefonen und Laptops wird abgeraten. Diese müssen, wenn bei der Gepäckkontrolle entdeckt, bis zur Ausreise beim Zoll hinterlegt werden.


 Geschichte

Ca. 500 v. Chr.

Beginn der Einwanderung von Birmanen (1. Hauptstadt Tagaung nördlich von Mandalay), Pyu (Hauptstädte Sri Ksetra, Haalin im mittleren Birma) und Mon (Hauptstadt Thaton in Südbirma) aus Nordindien, Tibet über China. Übernahme des Buddhismus u.a. durch Kontakte mit dem indischen Königreich Ashokas (3.Jhr. v. Chr.). Wechselhafte Machtstrukturen.

1044

König Anawratha gründet erstes birmanisches Reich (Hauptstadt Pagan)

1044-1287

Pagan-Dynastie (Blüte der birmanischen Kultur); 1287 Zerstörung Pagans durch die Mongolen: Zerfall in Kleinstaaten

1364-1553

Ava-Dynastie (daneben im Süden Mon-Königreich)

1486-1752

Toungoo-Dynastie

1752-1885

Konbaung oder Alaungpaya-Dynastie, Feldzüge nach Thailand, Zerstörung der Thai-Hauptstadt Ayutthaya 1767

1824-1885

britische Eroberung Birmas (3 Kriege), Birma Teil d. brit. Kolonie Indien

1937

Verwaltungsmäßige Trennung Birmas von Indien

1942

Besetzung Birmas durch die Japaner

1944/45

Rückeroberung Birmas durch alliierte Truppen

1948 (04.01)

Birma unabhängig; Austritt aus Commonwealth

1962 (02.03)

Staatsstreich von General Ne Win, Beginn der Isolationsphase

1974 (04.01)

Inkraftsetzung neuer Staatsverfassung mit volksdemokratischen Strukturen

1979

Austritt aus der Gruppe der Blockfreien

1981

Ne Win gibt Präsidentschaft ab, bleibt aber Chairman der Einheitspartei Burma Socialist Programme Party (BSPP) und Vorsitzender des Politbüros

1988 (23.07)

Ne Win tritt auch als Vorsitzender der BSPP zurück

1988 (18.09)

Nach blutiger Zerschlagung der Demokratiebewegung mit Tausenden von Todesopfern übernehmen Streitkräfte die Gewalt und bilden als oberstes Führungsgremium den State Law and Order Restoration Council (SLORC).

1990 (25.05)

Parlamentswahlen mit Erdrutschsieg der oppositionellen NLD, der aber nicht umgesetzt wurde.

1992 (23.04)

General Than Shwe löst Gen. Saw Maung als Vorsitzender des SLORC ab

1993 (09.01 – 1996 (31.03.)

Erste Runde einer verfassunggebenden Nationalversammlung. Sie wird vertagt, nachdem sich die NLD im Nov. 1995 wegen der undemokratischen Verfahrensweisen aus den Beratungen zurückzieht.

1997 (15.11)

SLORC wird aufgelöst und durch den State Peace and Development Council (SPDC) ersetzt.

2000 (Oktober)

Gespräche zwischen SPDC und Aung San Kyi beginnen

2002 (06.09.)

Freilassung von Aung San Suu Kyi aus dem Hausarrest

2003 (30.05.)

Überfall regierungsnaher Kräfte auf Aung San Suu Kyi und ihre Anhänger in Depayin (Tote und Verletzte)

2003 (25.08.)

Ernennung von General Khin Nyunt zum Premierminister

2003 (30.08.)

Premierminister Khin Nyunt verkündet die "Myanmar Roadmap to Democracy"

2004 (17.05.)

Wiederaufnahme der verfassunggebenden Nationalversammlung. Die NLD und andere oppositionelle Gruppen nehmen nicht teil, u.a. da Aung San Suu Kyi weiterhin unter Hausarrest steht und die Freiheit der Diskussion über die Verfassungsprinzipien nicht gewährleistet erscheint. Am 9. 07. wird die Versammlung auf einen noch nicht feststehenden späteren Zeitpunkt vertagt.

Bildungssystem

Das myanmarische Bildungssystem war aufgrund der britischen Kolonialverwaltung stark britisch beeinflusst. Mit der Machtübernahme Ne Wins 1962 und der seitdem unter wechselnden Vorzeichen andauernden Militärherrschaft hat sich Myanmar allerdings in weiten Bereichen in eine selbst gewählte Isolation begeben. Aufgrund dieser Selbstisolierung sind z.B. die englischen Sprachkenntnisse, die zuvor bei vielen Myanmaren ausgezeichnet waren, stark rückläufig. Mit der seit 1988/1989 vollzogenen teilweisen wirtschaftlichen Öffnung des Landes haben auch die Bemühungen zugenommen, das myanmarische Bildungssystem zu modernisieren und insbesondere die englischen Sprachkenntnisse der Bevölkerung aktiv zu verbessern. Dennoch leidet das Bildungssystem nach wie vor hauptsächlich unter Mittelknappheit und mangelnden internationalen Kontakten.

Die bedeutendsten Universitäten des Landes sind die Yangon University und die Mandalay University. Laut Regierungsdaten gibt es in Myanmar insgesamt 144 Universitäten (teilweise Fernuniversitäten) und Colleges, die von rund 629.000 Studenten besucht werden.

Im Gegensatz zu offiziellen Statistiken ist davon auszugehen, dass längst nicht alle myanmarischen Kinder die Grundschule und nur ein kleiner Bruchteil weiterführende Schulen besuchen. Nach Schätzungen liegt die Analphabetenrate in Myanmar bei mindestens 15%.

Kultur

Das myanmarische Verständnis von Kultur, das von einem "offenen" Kulturbegriff weit entfernt ist und Kultur grundsätzlich dem Primat der Politik unterordnet, führt dazu, dass die Bedingungen für einen grenzüberschreitenden Kulturaustausch nicht einfach sind. Dies gilt auch für die deutsch-myanmarischen Kulturbeziehungen. Das Goethe-Institut musste nach der Machtübernahme Ne Wins in den 60er Jahren geschlossen werden. Großbritannien, Frankreich und die USA sind in Yangon wieder mit Kulturinstituten vertreten. Die deutsche Botschaft organisiert einmal jährlich ein Filmfestival zusammen mit den in Yangon vertretenen EU-Partnern Frankreich, Großbritannien und Italien. Darüber hinaus finden gelegentlich Konzerte und Ausstellungen statt.

Verbreitung der deutschen Sprache

Deutsch wird von ca. 1.000 Myanmaren gesprochen. Die Botschaft fördert Deutschkurse eines privaten Sprachinstituts in Yangon und arbeitet mit den Deutschfakultäten der Universitäten Yangon und Mandalay bei der Förderung der deutschen Sprache zusammen. Verschiedene deutsche Institutionen vergeben Stipendien in Myanmar, die über die Botschaft vermittelt werden.

Nach 26 Jahren sozialistischer Wirtschaftspolitik unter General Ne Win (1962 bis 1988) begann die Militärregierung mit ihrer Machtübernahme 1988 die Umstellung auf ein teilweise marktwirtschaftlich orientiertes Wirtschaftssystem. Heute sind ca. 70 % der Unternehmen und Betriebe (vor allem kleinere und mittlere Dienstleistungsbetriebe) in Privatbesitz, 30 % (insbes. Großbetriebe in der Produktion) sind immer noch Staatsbetriebe und zumeist defizitär.

Wirtschaftliche Öffnung

Die wirtschaftliche Öffnung seit 1988/89 brachte zunächst hochwillkommenes ausländisches Kapital nach Myanmar, besonders aus asiatischen Nachbarländern. Mit dem im Juli 1997 vollzogenen Beitritt zur südostasiatischen Staatengemeinschaft ASEAN wollte Myanmar schließlich seine günstige strategische Position zwischen Indien, China und den südostasiatischen Nachbarn nutzen. Auch (aber nicht nur) im Gefolge der Asienkrise sind die Auslandsinvestitionen seit 1997 allerdings stark zurückgegangen und gravierende strukturelle Schwächen der myanmarischen Wirtschaft offensichtlich geworden.

Aktuelle wirtschaftliche Lage

Die Wirtschaftslage bleibt kritisch, wie nicht zuletzt die im Februar 2003 ausgebrochene und bisher noch nicht vollständig überwundene Bankenkrise zeigt.

Nach realistischen Schätzungen (z.B. der Asiatischen Entwicklungsbank) ist die myanmarische Wirtschaft in den letzten zehn Jahren durchschnittlich um 5,9% pro Jahr gewachsen. Bei einem Bevölkerungswachstum von ca. 2% pro Jahr ergibt dies einen Zuwachs des jährlichen Pro-Kopf-Einkommens von durchschnittlich 4% (Jahres-Pro-Kopf-Einkommen 2003: ca. USD 200,-). Mit diesen Wachstumsraten liegt das Land im Mittelfeld vergleichbarer asiatischer Entwicklungsländer. Im "Human Development Report" 2004 der Vereinten Nationen wird es auf Platz 132 von 177 Ländern geführt.

Das Haushaltsdefizit, das die wirtschaftliche Manövrierfähigkeit der Unionsregierung stark einschränkt, macht ein Drittel des Gesamthaushaltes bzw. ca. 4% des BIP aus. Es basiert zum einen auf den Defiziten der Staatsunternehmen und dem zu geringen Anteil der staatlichen Einkünfte (Steuern etc.) am BIP von knapp über 3%. Zum anderen rührt das Haushaltsdefizit von einer staatlichen Ausgabenstruktur her, die einen Schwerpunkt auf den militärischen Bereich legt. Die staatlichen Ausgaben für Gesundheit und Bildung sind auch im Vergleich mit anderen asiatischen Ländern sehr niedrig.

Eine Arbeitslosenzahl wird von der Regierung nicht ermittelt. Die Inflation lag 2002 bei ca. 60%, 2003 bei ca. 20% aufgrund des verknappten Geldumlaufs (Bankenkrise) Zahlreiche Importgüter haben sich aufgrund des Wertverlustes des Kyat gegenüber dem USD stark verteuert. Seit Beginn der Bankenkrise im Februar 2003 haben sich Inflation und Wert zum Dollar stabilisiert.

Die Auslandsverschuldung Myanmars beträgt derzeit ca. 6,0 Mrd USD. Wichtigster Gläubiger mit 38% aller Forderungen ist Japan (das begonnen hat, Schuldenerleichterungen zu gewähren), gefolgt von Deutschland mit 7,9% (vor allem aus der Entwicklungszusammenarbeit vor 1988). Weitere 18% werden multilateralen Gebern geschuldet.

Außenhandel und ausländische Investitionen

Das Handelsbilanzdefizit war jahrelang hoch. 2002 und 2003 konnte Myanmar eine knapp positive Handelsbilanz erwirtschaften. Das gesamte offizielle Handelsvolumen des Landes beträgt laut Regierungsstatiskit 4,4 Mrd. USD (Haushaltsjahr 2003/2004), davon knapp 2,4 Mrd. USD Exporte und über 1,9 Mrd. USD Importe. Die wichtigsten Handelspartner sind Thailand, Indien, Singapur, China und Japan (Exporte) bzw. Singapur, China, Japan, Thailand und Malaysia (Importe). Myanmar exportiert hauptsächlich Agrarprodukte und Rohstoffe.

Auffallend ist der Rückgang der Auslandsinvestitionen in Myanmar seit 1997. Von den zugesagten ca. 7,4 Mrd. USD im "Öffnungsjahrzehnt" 1988 - 1999 ging ein Drittel in den Öl- und Gassektor, 20,5% in Produktivinvestitionen und 14,6% in den Tourismusbereich. Realisiert wurden indes bisher nur etwa ein Drittel der genehmigten Gesamtinvestitionen. Die genehmigten Investitionen im Haushaltsjahr 1999/2000 beliefen sich auf nur noch ca. 58,1 Mio. USD (1996/97: 2,51 Mrd. USD). 2000/2001 lagen die Auslandsinvestitionen wieder bei 146,8 Mio. USD. Singapur, Malaysia, Großbritannien und Thailand waren die größten Investoren im vergangenen Jahrzehnt. Laut Regierungsstatistik beliefen sich die Auslandsinvestitionen 2003 auf 95,3 Mio USD. Die wichtigsten Herkunftsländer waren Großbritannien, Thailand, Malaysia, China (Hongkong) und Singapur. Investiert wurde vor allem in den Branchen Transportwesen, Öl, Gas sowie Fischerei.

Wirtschaftssektoren

Wichtigster Wirtschaftszweig ist nach wie vor die Landwirtschaft, mit etwa 60% BIP-Anteil und 2/3 der Beschäftigten. Die Regierung setzt in ihrem Fünfjahresplan (2001 - 2006) vor allem auf die Entwicklung der Agro-Industrie (Fisch- und Geflügelzucht) und den Anbau von Agrarprodukten für den Export. Die Produktivität der myanmarischen Landwirtschaft ist allerdings vergleichsweise gering. Holz ist nach Agrarprodukten das zweitwichtigste Exportgut. Kehrseite ist ein zunehmender Raubbau an Myanmars natürlichen Ressourcen, so ist z.B. der Waldbestand in den letzten 40 Jahren um mindestens 7% zurückgegangen. Erdgasexporte (v. a. nach Thailand) bringen jährlich ca. 800 Mio. USD an Deviseneinnahmen.

Privatfirmen sind größtenteils kleine und mittlere Unternehmen, 90% der Betriebe haben weniger als 500 Mitarbeiter, 73% weniger als 100. Die produzierende/weiterverarbeitende Industrie hat einen Anteil von lediglich 7% am BIP. Dienstleistungen und Handel haben einen BIP-Anteil von ca.32%.

Energieversorgung

Die Energieversorgung ist seit Jahren schlecht. Neben der periodischen Trockenheit, die die Erzeugung hydroelektrischer Energie beschränkt, sind vor allem funktionsuntüchtige Kraftwerke für täglich mehrstündige Stromausfälle auch in Ballungszentren verantwortlich. Es mangelt an Mitteln für Wartung und Ersatzteilbeschaffungen. Nicht nur Haushalte, sondern auch Wirtschaftsbetriebe sind regelmäßig beeinträchtigt bzw. müssen auf Generatoren zur Energieversorgung umschalten. Andererseits belasten die stark subventionierten Konsumentenpreise im Energiebereich den Staatshaushalt erheblich. Nach wie vor erhofft sich Myanmar durch die Ausbeutung vorhandener offshore Gas- und Ölvorkommen zukünftig große Devisenzuflüsse. Der Gasexport nach Thailand hat im Jahr 2003 zu Deviseneinnahmen von ca. 800 Mio. USD geführt (offizielle Angaben).

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