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Namibia Reiseinfos

Generelles:

Fläche: 824.292 qkm.

Bevölkerungszahl: 2.030.690 (2005).

Bevölkerungsdichte: 2 pro qkm

Hauptstadt: Windhoek. Einwohner: 268.100 (2005).

Geographie: Namibia liegt im südwestlichen Afrika. Das überwiegend karge Land grenzt im Norden an Angola, im Osten an Botswana und im Süden an Südafrika, der Caprivi-Zipfel, eine schmale Landzunge im Nordosten des Landes, grenzt an Sambia und Simbabwe. Der 1280 km lange Küstenstreifen ist einer der eindruckvollsten der Welt. Die riesigen Wanderdünen der Namib-Wüste an der Küste erstrecken sich 80-130 km landeinwärts (bedecken damit 15% der gesamten Landesfläche). Die Ausläufer eines von Nord nach Süd verlaufenden Plateaus senken sich nach Osten zur Kalahari-Wüste hin ab. Im Nordwesten erheben sich die 66.000 qkm umfassenden Kaokoveld-Berge, tiefer im Landesinneren erstreckt sich die riesige Etoscha-Pfanne. Gras- und Buschland umgibt diesen flachen, oft ausgetrockneten Salzsee, der Heimat zahlloser Wildtiere ist. Das Etoscha-Tierreservat ist eines der schönsten Afrikas und von Menschenhand fast völlig unangetastet.

Staatsform: Republik (im Commonwealth) seit 1990. Verfassung von 1990. Parlament: Nationalversammlung mit 72, Nationalrat mit 26 Mitgliedern. Staatsoberhaupt: Hifikepunye Pohamba, seit März 2005; Direktwahl alle 5 Jahre. Regierungschef: Nahas Angula, seit März 2005. Namibia wurde als letzte Kolonie Afrikas 1990 unabhängig (ehemalige deutsche Kolonie Südwestafrika, seit 1920 von Südafrika verwaltet).

Sprache: Amtssprache ist Englisch (7 %). Afrikaans (60 %) ist Umgangssprache. Deutsch (32 %) ist verbreitet; zahlreiche afrikanische Sprachen wie Ovambo und Herero werden ebenfalls gesprochen.

Religion: Christen (80-90 %) und Naturreligionen (10-20 %).

Ortszeit: MEZ. Erster Sonntag im September bis erster Sonntag im April: MEZ + 1 (Sommerzeit in Namibia = Standardzeit MEZ (Winterzeit in Mitteleuropa) + 1 Std.).

Differenz zu Mitteleuropa beträgt im Sommer (in Mitteleuropa) -1 Std. und im Winter (in Mitteleuropa) +1 Std. Im September und Oktober beträgt der Zeitunterschied zu Mitteleuropa 0 Std.

Netzspannung: 220/240 V, Wechselstrom, dreipolige Stecker. Adapter erforderlich, die im Land erhältlich sind. In Weltreise-Stecker-Sets befindet sich gewöhnlich kein Stecker für Namibia.

Post- und Fernmeldewesen:

Telefon: Selbstwählferndienst. Namibia verfügt über ein sehr modernes Telefonnetz. Teilweise werden noch Gespräche mit Hilfe eines Vermittlers hergestellt, besonders wenn es darum geht, eine Farm zu erreichen. (Bei Farmlinien hängen mehrere Teilnehmer an einer Leitung. Bei Aufforderung den Farmnamen nennen.) Es gibt Kartentelefone. Telefonkarten im Wert von N$ 10, N$ 20, N$ 50 sind erhältlich bei der Post und in Teleshops.

Landesvorwahl: 264

Mobiltelefon: GSM 1800 und GSM 900. Hauptnetzbetreiber ist MTC (Mobile Telecommunications Ltd.) (Internet: www.mtc.com.na). Mobil-Telefone können bei der MTC (Metje & Ziegler Gebäude, Independence Avenue, PO Box 23051 Windhoek, Customer Service (00264) 81 120. Tel. (+2 64) (061) 280 20 00, Fax (+2 64) (061) 280 21 24.) gemietet werden. SIM-Karten dort ebenfalls erhältlich. Mitgebrachte Telefone müssen GSM-Telefone sein. Das D1- und D2-Netz kann in größeren Ortschaften Namibias genutzt werden.

Faxgeräte: Stehen in den meisten Hotels zur Verfügung.

Internet/E-Mail: Internetanbieter sind IML und NCS. Internetcafés sind in Walvis Bay, Windhoek und mittlerweile in allen größeren Ortschaften zu finden.

Telegrammdienste: Telegrafenämter gibt es in jeder Stadt.

Post: Der Postdienst ist ausgezeichnet. Luftpost nach Europa ist 4-14 Tage unterwegs.

Deutsche Welle: Da sich der Einsatz der Kurzwellenfrequenzen im Verlauf eines Jahres mehrfach ändert, empfiehlt es sich, die aktuellen Frequenzen direkt beim Kundenservice der Deutschen Welle (Tel: (+49) (0228) 429 32 08. Internet: www.dw-world.de) anzufordern.

Klima: Der kalte Benguela-Strom hält das Küstengebiet der Wüste Namib kühl und beinahe niederschlagsfrei. Morgens ist dichter Küstennebel möglich. Im Landesinneren fällt im Sommer (Oktober - April) der meiste Niederschlag. Die Sommertemperaturen sind im Jan. und Febr. am höchsten. Durch die Höhenlage sind die Nächte mitunter kühl.

Regionen und Städte:

Zu Namibias Hauptattraktionen zählen die zehn Nationalparks, die vom Ministerium für Umwelt und Tourismus verwaltet werden. Vorausbuchung wird unbedingt empfohlen.

Etoscha-Nationalpark und Wildreservat: Dieser ganzjährig geöffnete Nationalpark mit der berühmten Etoscha-Pfanne ist eines der bekanntesten Tierschutzgebiete der Welt. Die in 1065 m Höhe liegende Hochmulde bildet ein riesiges, salzhaltiges Becken, das nur zeitweilig mit Wasser gefüllt ist. Hier leben große Herden der verschiedensten Tierarten: u. a. Elefanten, Löwen, Zebras, Giraffen und Springböcke. Gute Unterkunftsmöglichkeiten sind vorhanden.

Der Fischfluß-Canyon im Süden des Landes ist mit 161 km Länge, 27 km Breite und bis zu 550 m Tiefe eines der größten Naturwunder Afrikas. Am besten gelangt man von Keetsmanshoop zum Fischfluß, an dem auch der Hardap-Damm liegt.

Ai-Ais und Groß-Barmen sind Urlaubsorte mit heißen Quellen. In der Twyfelfontein-Region nordwestlich von Windhoek kann man uralte Felszeichnungen besichtigen. Nordöstlich von Twyfelfontein (westlich von Khorixas) befindet sich der versteinerte Wald mit seinen 30 m langen, auf ein Alter von 200 Mio. Jahren geschätzten, versteinerten Baumstämmen. Das Brandbergmassiv ragt einsam aus der Halbwüste auf, sein Hauptgipfel ist mit 2573 m der höchste Berg des Landes. In den Schluchten und Höhlen des Brandbergmassivs gibt es Felszeichnungen und Steingravierungen.

Die bis zu 300 m hoch aufragenden Sanddünen der Namib-Wüste an der Westküste sind die höchsten Sanddünen der Welt (am höchsten bei Sossusvlei). Die Namib-Wüste gehört zu den ältesten und trockensten Wüsten weltweit. Der Namib-Naukluft-Park ist mit 49.768 qkm das viertgrößte Naturschutzgebiet der Erde. Campingplätze gibt es in Sesriem und Naukluft. Der Skelett-Küstenpark ist eine Küstenlandschaft an den Wüstenausläufern im Norden des Landes mit endlosen Dünen, Nebelschwaden und Luftspiegelungen. Zahlreiche Schiffswracks und verlassene Minen verstärken die unheimliche Atmosphäre. Im Badeort Swakopmund erinnern manche Gebäude noch daran, daß Namibia einst eine deutsche Kolonie war. Die charmante Hafenstadt Lüderitz liegt im Süden der Namib-Region. Lüderitz war die erste deutsche Siedlung im ehemaligen Deutsch-Südwestafrika. Sie verdankt ihren Namen dem Bremer Kaufmann Adolf Lüderitz, der die heute rund 4000 Einwohner zählende Kleinstadt 1884 gegründet hat. Charakteristisch sind die vielen Jugendstilbauten an den schwarzen Felsen.

Windhoek, die lebhafte Hauptstadt im Zentrum des Landes, liegt mitten im Gebirge. Wie in einigen anderen Städten des Landes gibt es auch hier zahlreiche Beispiele deutscher Kolonialarchitektur, z. B. die Christuskirche, die Alte Feste und der Tintenpalast; dieser prachtvolle Palast ist damals wie heute Regierungssitz.

Öffentliche Feiertage:

Gesetzliche Feiertage: 1. Jan. 2006 Neujahr. 21. März Unabhängigkeitstag. 14.-17. April Ostern. 1. Mai Tag der Arbeit. 4. Mai Cassinga-Tag. 25. Mai Christi Himmelfahrt. Afrikatag. 26. Aug. Heldengedenktag. 10. Dez. Internationaler Menschenrechtstag. 25./26. Dez. Weihnachten.


Essen & Trinken: Die Küche Namibias ist eine Mischung afrikanischer und europäischer Kochkunst, der deutsche Einfluss ist noch immer spürbar. So wird z. B. Bier nach dem deutschen Reinheitsgebot gebraut. Eine Spezialität Namibias sind die verschiedenartig zubereiteten Wildfleischsorten wie z. B. Biltong (Dörrfleisch) und Rauchfleisch.

Nachtleben: In Windhoek gibt es Restaurants, Kaffeehäuser, Kino und Theater.

Einkaufstipps: In der Hauptstadt gibt es eine Auswahl eleganter Geschäfte. Einheimisches Kunstgewerbe kann man in Spezialgeschäften oder auf dem Windhoek-Straßenmarkt erstehen. Öffnungszeiten der Geschäfte: Mo-Fr 09.00-17.00 Uhr, Sa 09.00-13.00 Uhr. Einige größere Supermärkte haben auch sonntags von 11.00-13.00 und 16.00-19.00 Uhr geöffnet.

Sport: Nordwestlich von Usakos erhebt sich die 1728 m hohe Spitzkoppe aus der Namib-Wüste mit ausgezeicheten Möglichkeiten zum Bergsteigen. Einige Stellen an der Küste und den Flüssen bieten gute Angelgründe, ein Angelschein ist nicht erforderlich. Verschiedene Wanderwege führen durch den Fischfluss-Canyon, den Waterberg Plateau-Park, die Naukluft-Berge und am Fluss Ugab entlang.

Veranstaltungskalender: Folgende Veranstaltungen finden jedes Jahr statt:

April Karneval, Windhoek. Aug. (1) Maherero-Tag, Okahandja. (2) Küste-Karneval, Swakopmund. Sept. Windhoek Agricultural, Commercial & Industrial Show (Messe für Landwirtschaft, Industrie und Handel). Okt. Oktoberfest.

Ein vollständiger Veranstaltungskalender ist vom Fremdenverkehrsbüro erhältlich (s. Adressen).

Land & Leute: Trinkgeld: 10% sind üblich.

Wirtschaft: Das Bruttoinlandsprodukt wuchs zwischen 1995 und 2002 stetig. In diesem Zeitraum hat es sich von rund 12,7 auf 30 Mrd. N$ erhöht. Die Inflationsrate, die noch 1992 bei 17,7% lag, erreichte 2003 ein Niveau von 7,3% und die Wachstumsrate lag 2003 bei 3,3%. Trotz hoher Investitionen in Ausbildungsförderung und Gesundheitswesen konnte die Regierung ihr Haushaltsdefizit ca. 3% des BIP auf einem selbst für Europa sehr niedrigen Stand halten. Auch die Auslandsverschuldung und die Abhängigkeit von Entwicklungshilfe sind vergleichsweise gering.

In den Minen Namibias werden Diamanten, Kupfer, Gold, Blei, Zink und Uran abgebaut. Dieser Sektor bestreitet etwa 13% des Bruttosozialprodukts. Ein fast ebenso großer Prozentsatz (11,5%; Stand: 2003) stammt aus der Landwirtschaft und dem Fischfang. Viehzucht spielt eine größere Rolle als Ackerbau. Ein Großteil der Bevölkerung baut Weizen, Mais und Hirse für den Eigenbedarf des Landes an. Namibia hatte bisher die besten Fischgründe der Welt. In den letzten Jahren wurde aber der Umsatz der Fischindustrie durch den Rückgang des Fischbestands, vor allem wirtschaftlich wichtiger Arten wie Seehecht und Sardine, stark beeinträchtigt.

Ein besonderes Problem der SWAPO-Regierung ist die Kontrolle der Wirtschaft. Die Erwartungen der ärmeren schwarzen Bevölkerung sollen erfüllt werden, ohne die von Weißen geführten multinationalen Konzerne zu provozieren, die immer noch einen Großteil der namibischen Wirtschaft kontrollieren. Der Tourismus spielt eine immer größere Rolle. Jedoch kamen 2001 nur noch 53.000 deutsche Urlauber nach Namibia, rund 8000 weniger als noch 1998. Trotz dieses Rückgangs blieb Deutschland aber noch immer der wichtigste Quellmarkt in Europa für Namibia.

Südafrika ist der bedeutendste Handelspartner. Weitere wichtige Handelspartner sind Großbritannien, Côte d'Ivoire, Deutschland und die USA.

Geschäftsverkehr: Für Geschäftsbesuche sind Anzug und Krawatte bzw. Kostüm angebracht. Termine sollten im Voraus vereinbart werden. In Geschäftskreisen wird meistens Englisch gesprochen. Die beste Zeit für Geschäftsbesuche sind die Monate Februar bis Mai und September bis November.

Kontaktadressen: Handelsabteilung der Botschaft von Namibia

Wichmannstraße 5, D-10787 Berlin

Tel: (030) 254 09 50. Fax: (030) 25 40 95 55.

Internet: www.namibia-botschaft.de

Namibia National Chamber of Commerce and Industry

PO Box 9355, NA-Windhoek

Tel: (061) 22 80 09. Fax: (061) 22 80 09.

E-Mail: nccihq@iwwn.com.na

Internet: http://goss.rho.net/ncci/indexp.htm

Konferenzen/Tagungen: Informationen und Auskünfte erteilt Conference Link Namibia, PO Box 9870, NA-Windhoek. Tel: (061) 25 10 14. Fax: (061) 27 20 32. (E-Mail: info@conferencelink.com.na; Internet: www.conferencelink.com.na)

Reiseverkehr - International:

Flugzeug: Die nationale Fluggesellschaft Air Namibia (SW) bietet viermal wöchentlich Nonstopflüge von Frankfurt/M. aus an. Außerdem fliegt LTU International Airlines von München und Düsseldorf nach Windhoek. Lufthansa fliegt von Frankfurt/M. über Johannesburg nach Windhoek. Es gibt keine Direktflüge von Österreich oder der Schweiz. Die Flüge gehen über Frankfurt/M., Paris oder Johannesburg.

Durchschnittliche Flugzeiten: Frankfurt Windhoek: 10 Std; München Windhoek: 9 Std. 55.

Internationaler Flughafen:

(Windhoek International Airport) liegt 45 km östlich von Windhoek(Fahrzeit 35 Min.). Bank, Post, Autovermietung, Duty-free-Shops, Bars, Restaurants. Airportbusse und Taxis stehen zur Verfügung. Die Bushaltestelle für die Abfahrt zum Flughafen liegt an der Ecke Independence Avenue und Peter-Müller-Straße (gegenüber vom Kalahari Sands Hotel). Die Busse fahren ca. 90 Minuten vor Abflug ab.

Schiff: Ein moderner Tiefseehafen befindet sich in Walvis Bay. Lüderitz hat einen kleinen Hafen.

Bahn: Die einzige internationale Zugverbindung, welche die meisten Städte Namibias mit Windhoek verbindet, führt einmal wöchentlich über Ariamsvlie nach Südafrika. Die beiden Hauptstrecken sind Johannesburg De Aar Keetmanshoop Windhoek und Kapstadt Windhoek.

Bus/Pkw: Folgende Grenzübergänge gibt es in die Nachbarländer

nach Angola:

Oshikango an der B1 (06.00-18.00 Uhr), Ruacana an der C46 (06.00-18.00 Uhr) und Rundu (07.00-18.00 Uhr).

nach Botswana:

Buitepos über Gobabis auf der B6 (07.00-00.00 Uhr). Auf der Trans-Kalahari-Schnellstraße sollte in Namibia noch einmal vollgetankt werden, die nächste Tankmöglichkeit in Botswana kommt erst nach 400 km. Außerdem gibt es die Grenzübergänge Impalila Iland (07.00-17.00 Uhr), Ngoma (06.00-18.00 Uhr) nach den Victoria-Fällen und Mohembo (06.00-18.00 Uhr), wenn man über den Mahango Nationalpark fährt. Der Trans-Caprivi-Schnellweg führt durch den Caprivi-Zipfel und über Botswana nach Simbabwe.

nach Südafrika:

Eine asphaltierte Straße im Süden des Landes führt nach Upington und nach Kapstadt (Südafrika). Weitere Grenzübergänge nach Südafrika sind Rietfontein über Aroab nach Klein Menasse (07.00-21.00 Uhr), Hohlweg (06.00-22 Uhr) auf der Straße Nr. 39, Ariamsvlei nach Nakop über die Karasburg-Straße B3, Velloorsdriv (06.00-22.00 Uhr) über die Karasburg-Straße C10, Noordoever über die Straße B1 in Richtung Kapstadt und Oranjemund (06.00-22.00 Uhr). Der Grenzübergang Mata Mata ist geschlossen.

nach Sambia:

Wenella bei Katima Mulilo (06.00-18.00 Uhr).

Bus: Nachtbusse verkehren regelmäßig zwischen Windhoek und Kapstadt sowie Johannesburg. Weitere Busverbindungen bestehen nach Botswana und Sambia. Intercape unterhält folgende internationale Linien ab/bis Windhoek: Usakos - nach Kapstadt (Südafrika) über Rehoboth, Mariental, Keetmanshoop u.Grünau - nach Oshikango - nach Victoria Falls (Simbabwe) - nach Johannesburg (Südafrika) entweder über Gaborone (Botswana) oder über Upington (Südafrika) und Johannesburg (Südafrika) nach Maputo (Mosambik). Weitere Busgesellschaften sind NamVic Shuttle (Windhoek - Victoria Fälle (Simbabwe)) und Ekonolux Liner (Windhoek - Walvis Bay - Kapstadt (Südafrika)).

Reiseverkehr - National:

Flugzeug: Das schnellste und praktischste Verkehrsmittel für Langstrecken in Namibia ist das Flugzeug. Air Namibia (SW) fliegt alle größeren Ortschaften sowie die Etoscha-Pfanne an (vom Eros-Flughafen, 3 km südlich von Windhoek)

Bahn: Das Streckennetz der Eisenbahngesellschaft TransNamib umfaßt Verbindungen von Windhoek nach Gobabis, Otjiwarongo, Tsumeb, Keetmanshoop, Upington und Walvis Bay. Die Züge fahren in der Regel abends los und kommen am frühen Morgen an der Endstation an. Wagen der 1. und 2. Klasse stehen auf diesen Strecken zur Verfügung, in Nachtzügen sind auch Schlafwagen erhältlich. Für Familien und Gruppen mit mehr als zwei Personen gibt es in der Nebensaison zeitweise ermäßigte Tickets. Es lohnt sich stets, nach Sondertarifen zu fragen.

Weitere Verbindungen bietet Trans-Namib mit Bahnbussen:

Grootfontein - Tsumkwe,

Otjiwarongo - Coblentz - Okakarara,

Otjiwarongo - Walvis Bay,

Tsumeb - Oshakati,

Grootfontein - Rundu - Katima Mulilo,

Otjiwarongo - Opuwo,

Windhoek - Leonardville,

Windhoek - Katima Mulilo sowie

Windhoek - Uhlenhorst/Hoachanas.

Sitzplätze müssen generell im voraus reserviert werden. Die Reservierungen können bereits 3 Monate vor Reiseantritt bei jeder Bahnstation vorgenommen werden. Wenn diese nicht erfolgt, wird eine nachträgliche Gebühr von 5 N$ erhoben. Kinder bis einschließlich 6 Jahre reisen umsonst. Voraussetzung ist, daß das Kind in Begleitung eines Erwachsenen mit einem gültigen Fahrschein reist. Der Luxuszug Desert Express verkehrt zwischen Swakopmund und Windhoek (Fahrzeit 19 Std. 30 Min.). Bei zahlreichen Halten während der Fahrt hat man Gelegenheit, Löwen in freier Wildbahn zu beobachten und auf Spaziergängen durch die Sanddünen der Namib-Wüste zu wandern. Ein dreigängiges Abendessen und die Übernachtung im Schlafwagen sind im Reisepreis eingeschlossen.

Bus/Pkw: Es gibt 4500 km asphaltierte Fernstraßen und über 25.000 km geschotterte Nebenstraßen der Kategorie C. Auf Schotterstraßen ist wegen erhöhter Unfallgefahr äußerste Vorsicht geboten. Auf längeren Strecken sollte man mit Versandungen der Straße rechnen und für Notfälle immer ausreichend Wasser und einen Benzinkanister mit sich führen. In jeder größeren Ortschaft gibt es eine Tankstelle und auf den Hauptverbindungsstrassen der Kategorie B ist das Tankstellennetz sehr gut. Dennoch sollte man es sich zur Regel machen, jede sich bietende Möglichkeit zum Nachtanken zu nutzen. Die meisten Tankstellen bieten bleifreies Benzin an. Es kann nur mit Bargeld bezahlt werden. Weitere Auskünfte von der Automobil Association Namibia (AAN), Carl-List-Building 15, Independence Avenue, Postbox 61, Windhoek. Tel: (061) 22 42 01. Fax: (061) 22 24 46. Busse der Gesellschaft Intercape Mainliner sind schnell, preiswert und komfortabel. Allerdings verbinden sie nur größere Orte miteinander. Weitere Busgesellschaften sind NamVic Shuttle (Windhoek - Victoria Fälle) und Ekonolux Liner (Windhoek - Walvis Bay - Kapstadt). Ferner werden von Veranstaltern vor Ort Bustouren durch das Land organisiert. Mietwagen sind am Flughafen und in größeren Orten erhältlich. Es gibt viele Mietwagenfirmen in Namibia, die Mitglieder der Mietwagendachorganisation Car Rental Association of Namibia (CARAN) haben sich jedoch im Interesse der Kunden Leistungskontrollen unterworfen. Bei Vertragsabschluß mit Mietwagenfirmen im Heimatland sollten vorher alle Vertragsbedingungen eingesehen und Unklarheiten ausgeräumt werden. Unterlagen: Internationaler Führerschein. Versicherungsbedingungen und Altersbeschränkungen - in der Regel 23 Jahre - sind von Firma zu Firma unterschiedlich.

Verkehrsbestimmungen:

Linksverkehr.

Promillegrenze: 0,79

Geschwindigkeitsbegrenzungen:

innerhalb geschlossener Ortschaften: 60 km/h;

auf Asphaltstraßen: 120 km/h;

auf Schotterstraßen: 70 km/h.

Stadtverkehr: In Windhoek gibt es zahlreiche Taxis. Die Fahrzeuge mit Taxameter sind vorzuziehen. Diese berechnen die Preise nach der Entfernung. Bei Taxis ohne Taxameter ist der Preis Verhandlungssache. Aus Sicherheitsgründen sollte man in kein Taxi steigen, in dem sich außer dem Fahrer bereits andere Personen befinden. Auch sollte man niemanden hinzusteigen lassen.

Reise- und Sicherheitsinformationen: Sicherheitshinweis vom Auswärtigen Amt: Von Überlandfahrten während der Dunkelheit wird abgeraten. Neben erhöhter Gefährdung durch kriminelle Übergriffe besteht das Risiko eines Verkehrsunfalls wegen unbeleuchtet abgestellter Fahrzeuge und auf der Straße befindlicher Tiere. Vorsicht ist bei den kleinen, unbewirtschafteten Rastplätzen entlang der Landstraßen angebracht, wo es wiederholt zu Überfällen auf Touristen gekommen ist. Diebstähle und Raubdelikte gegen Touristen - vor allem Einzelreisende - werden auch in den Städten Windhuk und Swakopmund häufiger. Von Spaziergängen in der Dunkelheit wird abgeraten.


Namibia: Einreise und Fakten

Einreise für Deutsche

Visumfrei für 3 Monate. Notwendig sind: 6 Monate über den Aufenthalt hinaus gültiger Reisepass (mindestens noch zwei freie Seiten für Ein- und Ausreisestempel), Rückreiseticket.

Einreise für Österreicher

Visumfrei für 3 Monate. Notwendig sind: 6 Monate über den Aufenthalt hinaus gültiger Reisepass (mindestens noch zwei freie Seiten für Ein- und Ausreisestempel), Rückreiseticket.

Einreise für Schweizer

Visumfrei für 3 Monate. Notwendig sind: 6 Monate über den Aufenthalt hinaus gültiger Reisepass (mindestens noch zwei freie Seiten für Ein- und Ausreisestempel), Rückreiseticket.

Landesdaten

Lage

Die Republik Namibia liegt im südlichen Teil des afrikanischen Kontinents. Sie grenzt im Norden an Angola und mit dem Caprivi-Zipfel an Sambia, im Osten an Botsuana, im Südosten und Süden an die Republik Südafrika und im Westen an den Atlantischen Ozean.

Fläche: 824.292 km².

Verwaltungsstruktur: 13 Regionen (Caprivi, Erongo, Hardap, Karas, Khomas, Kunene, Ohangwena, Okavango, Omaheke, Omusati, Oshana, Oshikoto, Otjozondjupa).

Einwohner

Bevölkerung: ca. 1,5 Millionen.

Städte: Windhoek (Hauptstadt) ca. 200.000, Küstenregion Swakopmund und Walvis Bay ca. 60.000, Tsumeb ca. 17.600, Keetmanshoop ca. 16.000.

Sprache

Offizielle Amtssprache Namibias ist Englisch. Es werden außerdem noch Afrikaans, Deutsch und zahlreiche Dialekte gesprochen.

Zeitverschiebung

Mitteleuropäische Zeit (MEZ) +1 Stunde während des namibischen Sommers (Zeitumstellung erstes Wochenende September bis erstes Wochenende April);

reine mitteleuropäische Zeit (MEZ) Sommerzeit -1 Stunde während der europäischen Sommerzeit (erstes Wochenende April bis erstes Wochenende September; im namibischen Winter). Zeitgleichheit besteht nur in den kurzen Zeiten des Übergangs.

Stromspannung

220/240 Volt Wechselstrom, 50 Hertz

In Namibia sind dreipolige Stecker in Gebrauch. Es ist deshalb empfehlenswert, einen Adapter mitzunehmen.

Telefon/Post

Post

Luftpost nach Europa ist bis zu 5 Tagen unterwegs. Postkarten brauchen oft länger.

Telefon

Die Vorwahl von Deutschland nach Namibia ist 00264, von Namibia nach Deutschland wählt man 0049. Gespräche können im Selbstwählferndienst geführt werden. Kartentelefone sind weit verbreitet, die "Telecards" sind bei den sogenannten Teleshops, Postämtern, Einkaufszentren, Tankstellen und in Hotels im Wert von 10, 20 und 50 N$ erhältlich.

NOTRUFNUMMERN: Polizei 1 01 11, Unfallrettung und Feuerwehr 21 11 11.

Mobilfunk

Derzeit gibt es Roamingverträge mit Anbietern in Namibia von E-Plus, O2, T-Mobile und Vodafone. Mobiltelefonieren ist nur in größeren Orten und deren Umgebung möglich.

Internet

Länderkürzel: .na

Internetcafes gibt es in Windhoek und Walvis Bay.

Feiertage

1. Januar (Neujahr), 21. März (Unabhängigkeitstag), Karfreitag, Ostermontag, 1. Mai (Tag der Arbeit), 4. Mai Cassinga-Tag, Himmelfahrt, 25./26. Mai (Afrika-Tag), 26. August (Tag der Helden), 7. Oktober, 10. Dezember (Tag der Menschenrechte), 25. und 26. Dezember (Weihnachten).

Die Hauptferienzeit geht von Mitte Dezember bis Mitte Januar. In dieser Zeit sind viele Betriebe geschlossen.

Öffnungszeiten

Banken: in den Städten Mo bis Fr 9-15.30 Uhr, Sa 8.30-11 Uhr;
Geschäfte: Mo bis Fr 8.30-17.30 Uhr, Sa 8-13 Uhr, kleinere Geschäfte haben oft auch länger geöffnet;
Büros: Mo bis Fr 8.30-16.30 Uhr.

Kleidung

Das ganze Jahr über sollte man Sommerkleidung mitnehmen. Für die Abende und Nächte sollten, man aber auch zusätzlich warme Kleidungsstücke dabeihaben. In den Monaten Dezember und Januar, also im Sommer, muss auch entlang der Küste mit kühleren Temperaturen gerechnet werden. Deshalb sollte man, plant man einen Aufenthalt an der Küste, auch zusätzlich warme Kleidung mitnehmen. Gute Sonnenbrillen sind unerlässlich.

Geschichte/Politik

Erst im zehnten Jahrhundert wurde die Existenz des südlichen Afrikas der europäischen Welt bewußt. Im 15. Jahrhundert entdeckte Bartholomeu Diaz bei der Erkundung neuer Handelsrouten die südlichste Spitze Afrikas. Missionare und Kaufleute aus Europa siedelten sich in den folgenden Jahrhunderten an den Küsten an. Erst Mitte des 19. Jahrhundert drangen die ersten Forscher ins Innere Afrikas, darunter David Livingston und Henry Morton Stanley. Es folgten im gesamten südlichen Afrika europäische Siedler, die im Rahmen der Unabhängigkeit der Länder des südlichen Afrikas nur ungern ihre Herrschaft aufgaben. Namibia war bis zuletzt südafrikanische Provinz und gelangte erst 1990 zur Unabhängigkeit. In Namibia findet man aus der deutschen Kolonialzeit noch starke Spuren, besonders in Windhoek, Swakopmund und Lüderitz. Auch die deutsche Sprache und deutsches Brauchtum sind weit verbreitet.

Wirtschaft

Früher war eine der wichtigsten Einnahmen Namibias der Bergbau, der heute nur noch auf den Abbau von Diamanten baut. Weitere wachstumträchtige Sektoren sind die Fischerei und der Tourismus. Die Arbeitslosenquote liegt bei bestürzenden 40 Prozent. Die meisten Touristen, die Namibia besuchen, kommen aus Südafrika (70 Prozent), Deutschland und Italien.

Religion

Der größte Teil der Bevölkerung sind Christen, und zwar 62 Prozent Protestanten und 20 Prozent Katholiken. Naturreligionen haben eine große Anhängerschaft, oft auch unter den Christen.

Vegetation

Um den Affenbrotbaum ranken sich viele Legenden. Auf 4.000 Jahre und mehr wird das Alter einiger Exemplare geschätzt. Sie wachsen unwahrscheinlich langsam, und können bis zu neun Meter Durchmesser und einen Umfang von 45 Meter erreichen. Der Affenbrotbaum hat relativ dünne Äste und sieht für unsere Augen sehr ungewöhnlich, fast wie ein umgedrehter Baum aus. Das Fruchtfleisch der Baobab-Früchte ist sehr vitaminreich und kann als Getränk genossen werden oder als Getreide-Ersatz zum Brotbacken. Die Samen ergeben einen Kaffee-Ersatz. Die Blätter helfen gegen Durchfall und Fieber und ein Alkaloid der Samen wird als Pfeilgift verwendet.

Tierwelt

Die Tierwelt Namibias ist außerordentlich auf die Trockenheit und die extremen Temperaturunterschiede spezialisiert. Die meisten kleinen Tiere der Wüste leben von der Feuchtigkeit des Frühnebels, graben Gräben oder lassen den Nebel am Käferhinterteil kondensieren. Es gibt Spinnen, Skorpione, Erdhörnchen, Vipern und Chamäleons und natürlich die größeren Tiere wie Antilopen und Strauße. In der Savanne leben Warzenschweine, Kudus, Geparden und Leoparden, aber auch Elefanten, Löwen, Nashörner und Warane. Im Trockenwald finden sich Flusspferde, Krokodile, stolzierende Sekretäre oder auch einige wenige Büffel.

Kulinarisches

Das typische Gericht Namibias ist "Biltong" - getrocknetes Fleisch von Strauß, Kudu, Antilope, Oryx oder Rind. Es wird trocken gegessen oder auch eingeweicht und dann wie frisches Fleisch weiterverarbeitet. Gegrilltes Fleisch wird ständig und überall angeboten, auch Fisch wird häufig gegessen. Das namibische Bier wird nach deutschem Reinheitsgebot gebraut.

Klimainformationen

Namibia liegt südlich des Äquators und hat aufgrund dessen zur nördlichen Halbkugel entgegengesetzte Jahreszeiten. In Namibia herrscht überwiegend sehr trockenes Wüstenklima mit sehr milden Wintern (20°C) und warmen, teilweise heißen Sommern, in denen die Temperaturen bis auf 32°C steigen. Das Klima in Namibia ist sehr trocken. So liegen die jährlichen Niederschlagsmengen bei 50 mm. Nach Norden hin steigt die jährliche Niederschlagsmenge jedoch an und kann bis zu 550 mm betragen. Entlang der Küste (bedingt durch den Benguela-Strom) sind die Temperaturen sehr angenehm, teilweise muss aber auch mit kalten Tagen gerechnet werden. Regenzeit ist von Januar bis März.

Beste Reisezeit

Am besten bereist man Namibia von April bis Oktober, in den Küstengebieten auch von Oktober bis März.

Vorgeschriebene Impfungen

Keine bei Einreise direkt aus Europa.

Gelbfieber bei Einreise aus ENDEMIEGEBIETEN.

Empfohlene Impfungen

Hepatitis A, zusätzlich für Individualreisende Typhus.

Informationen zur Malaria

Malaria

Risiko nur regional, dort allgemeine SCHUTZMASSNAHMEN sowie medikamentöse Prophylaxe MALARIA PMALARIA T.

Verbreitung

Windhoek, Lüderitz, Swakopmund, Skeleton-Küste, Namib und südl. Landesteile sind malaria-frei.

Ganzjähriges Malariarisiko besteht im Gebiet des Caprivi-Streifens, vor allem im Bereich des Sambesi-Flusses, sowie entlang der Flüsse Kunene und Kavango im Norden des Landes. Dort ist medikamentöse Prophylaxe erforderlich. Saisonales, jedoch geringes Risiko (Nov. - Juni), im Gebiet der Etosha-Pfanne sowie in den Regionen Otjozondjupa und Omaheke. Sporadische Fälle treten in den Distrikten Gobabis und Grootfontein auf. Erhöhte Gefahr im Caprivi-Streifen, vor allem im Gebiet des Sambesi-Flusses.

Malaria wird durch den Stich eines Moskitos meist in der Zeit zwischen Abenddämmerung und Sonnenaufgang auf den Menschen übertragen.

Ärztliche Hilfe

WINDHOEK: Dr. Frieder G.H. Rohn (spricht Deutsch), 6, Slaterstreet,, Klein Windhoek, Tel. (0 61) 22 86 26, priv. (0 61) 22 68 00.i

Währung

Währungseinheit: Namibia-Dollar (N$)

1 Namibia-Dollar = 100 Cents.

Derzeitiger Devisenkurs:

1 Euro = ca. 6,21 N$

1 US-$ = ca. 5,37 N$

Hinweise

Der südafrikanische Rand ist gleichberechtigtes Zahlungsmittel neben dem Namibia Dollar, d.h. beide Währungen können zur Zahlung verwendet werden.

Devisenbestimmungen/Umtausch

Einfuhr Fremdwährung: unbeschränkt

Einfuhr Landeswährung: bis zu 500 N$ oder bis zu 500 Rand.

Ausfuhr Fremdwährung: in Höhe der Einfuhr abzüglich der umgetauschten Beträge.

Ausfuhr Landeswährung: bis zu 500 N$ oder bis zu 500 Rand.

Umtausch: Euro und Euro-Reiseschecks werden bei den Banken problemlos umgetauscht.

Internationale Kreditkarten: Ja (Visa, Diners Club, American Express, EuroCard/MasterCard) - werden in den meisten Hotels, Restaurants und Geschäften akzeptiert.

Reiseschecks: Ja - in Euro


Sehenswertes

Windhuk

Die Hauptstadt Windhuk ist das Wirtschafts- und Verwaltungszentrum Namibias. Der Tintenpalast liegt in einer der schönen Parkanlagen der Stadt. Viele Bauwerke der Kolonialzeit sind gut erhalten und werden als Museum oder als Hotel weitergenutzt.

Swakopmund

Ende des 19. Jahrhunderts wurde die Stadt von deutschen Kolonialisten gegründet. Swakopmund ist eine der bedeutendsten Ferienregionen Namibias. Der Bahnhof der Stadt von 1901 ist heute ein Hotelkomplex. Andere Gebäude aus der Kolonialzeit werden ebenfalls heute noch genutzt. Ebenfalls noch genutzt wird das Gefängnis im Fachwerkstil.

Lüderitz

Die Stadt Lüderitz wurde 1883 von einem Deutschen gegründet. Eine Blütezeit erlebte die Stadt durch den Diamantenhandel. Im Laufe des 20. Jahrhunderts verlor Lüderitz allerdings seine Bedeutung als wichtige Handelsstadt. Heute werden verstärkt die Fischerei und der Tourismus gefördert. Besonders attraktiv sind mehrere gut erhaltene Jugendstilbauten.

Östlich von Lüderitz steht die Geisterstadt Kolmanskop, die nach dem Ende des Diamantenbooms verlassen wurde. Zu den noch erhaltenen Jugendstilgebäuden wurde ein Freilichtmuseum mit Gebäuden des beginnenden 20. Jahrhunderts neu aufgebaut.

Sossuvlei

Die Dünen von Sossusvlei sind teilweise über 300 m hoch und der Mittelpunkt einer Sandwüste, die von der Walfischbai bis Lüderitz geht. Die Form der Dünen verändert sich kaum, da die Winde sehr stabil aus nur einer Richtung wehen. In der Nähe der Dünen liegt das Tote Vlei, ein Stück Wüste, in dem abgestorbenen Kameldornbäume von Dünen umgeben sind.

Skelett-Wüste

Wer in früheren Zeiten an diesem Küstenstrich gestrandet war, war rettungslos verloren. Es gab kein Wasser und das Landesinnere konnte zu Fuß nicht erreicht werden. An der Küste sind zahlreiche Schiffswracks und Skelette Zeugen der Unwirklichkeit und der widrigen Wind- und Strömungsverhältnisse. Der Transit kostet Eintritt und bei Regen ist das Gebiet unpassierbar. Von Süden kommend erscheinen nach etwa 50 km große Dünenketten, allerdings sollte man als Autofahrer äußerste Vorsicht walten lassen oder sich einem Führer anvertrauen, um nicht im Sand stecken zu bleiben.

Felsbilder

In allen Gebirgen Namibias wurden Felsbilder gefunden. Geschützt unter Überhängen oder in Höhlen haben sie überdauert und sind nun Zeugen eines prähistorischen Lebens in Namibia. Die Symbole der Felsbilder sind meist eindeutige Tierzeichen und Abbildungen von Alltagsszenen der Menschen. Die Bilder stammen von nomadisierenden Jägervölkern, ihre Interpretation ist jedoch nach wie vor rätselhaft. Einige Felsbilder wurden etwa 26.000 vor Christus gestaltet und gelten als ältester Ausdruck künstlerischen Schaffens in Afrika.

Die Gravierungen und Malereien von Twyfelfontein (Eintritt) sind bemerkenswert. Normalerweise hielten Graveure und Künstler ihre Arbeiten streng getrennt, hier jedoch sind beide Künste nebeneinander zu sehen. Unklar sind sowohl die Zeit ihrer Entstehung als auch ihre Bedeutung über die reine Darstellung hinaus.

Etosha-Nationalpark

Der Nationalpark im Norden Namibias zählt zu den größten Schutzgebieten der Welt. Die Etosha-Pfanne in der Mitte des Parks ist ein Becken mit stark versalztem Boden, das sich in der Regenzeit zum Teil mit Wasser füllt. Zu der vielfältigen Tierwelt gehören Nashörner, Löwen, Geparden, Antilopen, Gnus und Elefanten. Unter den im Park vorkommenden Pflanzen sind vor allem die bizarren Moringabäume bemerkenswert.

Nationalpark Fish River Canyon

Dieses Tal, nach dem Grand Canyon in den USA der zweitgrösste Canyon der Welt, ist 161 km lang. Seine Tiefe variiert zwischen 450 und 550 m. Vor 500 Millionen Jahren erfolgte eine Absenkung, bei der ein Teil der Erdkruste einbrach und ein Tal enstand. Während einer folgenden Eiszeit wanderten Gletscher durch das Tal und eine weitere Absenkung fand statt. Der tiefe Einschnitt durch den Fish River fand erst vor etwa 50 Millionen Jahren statt. Im Tal leben Paviane und Bergzebras. Der Blick in den Canyon kann von einem Aussichtspunkt in der Nähe der Thermalquellen von Ai-ais genossen werden. Wer will, kann auch die Strapazen einer Wanderung durch den Canyon auf sich nehmen (nur Mai bis September), die allerdings ohne jeden Komfort und gesicherte Übernachtungsmöglichkeiten in zum Teil großer Hitze stattfinden muss. Eine Genehmigung am Zeltplatz Hobas ist erforderlich.

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