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Reiseinformationen Schottland:

Einreise und Fakten


Die nachstehenden Informationen zur Einreise sind gültig für Einzelreisende, die sich ihr Visum in Eigenregie organisieren möchten.

Einreise für Deutsche

Visumfrei für einen unbegrenzten Aufenthalt. Notwendig ist der gültige Reisepass, für einen Aufenthalt bis zu 3 Monaten ist auch der gültige Personalausweis ausreichend.
Arbeitsaufnahme nach EU-Regelung ohne Besorgung einer Arbeitserlaubnis möglich.

Einreise für Österreicher

Visumfrei für einen unbegrenzten Aufenthalt. Notwendig ist der gültige Reisepass, für einen Aufenthalt bis zu 3 Monaten ist auch der gültige Personalausweis ausreichend.
Arbeitsaufnahme nach EU-Regelung ohne Besorgung einer Arbeitserlaubnis möglich.

Einreise für Schweizer

Visumfrei für einen unbegrenzten Aufenthalt. Notwendig ist der gültige Reisepass, für einen Aufenthalt bis zu 3 Monaten ist auch die gültige Identitätskarte ausreichend.
Arbeitsaufnahme nach einem Abkommen zwischen der EU und der Schweiz ohne Besorgung einer Arbeitserlaubnis möglich.


Landesdaten

Lage

Das Vereinigte Königreich von Großbritannien und Nordirland ist ein Inselreich und wird im Westen und Norden vom Atlantischen Ozean, im Osten von der Nordsee und im Süden vom Kanal (The Channel) und der Straße von Dover begrenzt.
Fläche: 242.432 km².
Verwaltungsstruktur - England: 34 Grafschaften (Shire Counties), 40 Unitary Athorities, 6 Metropolitan Counties, Greater London;
Wales: 22 Unitary Authorities;
Schottland: 32 Unitary Authorities;
Nordirland: 26 Bezirke (District Council Areas).

Einwohner

Bevölkerung: ca. 59,7 Millionen
Städte: London (Hauptstadt) mit Vororten ca. 7,3 Millionen, Birmingham ca. 1 Million, Leeds ca. 726.000, Glasgow ca. 668.000, Sheffield ca. 530.000, Bradford ca. 486.000, Liverpool ca. 457.000, Edinburgh ca. 451.000, Manchester ca. 440.000, Bristol ca. 406.000, Kirkless ca. 395.000, Cardiff ca. 328.000, Belfast ca. 285.000.

Sprache

Die Landessprache ist Englisch. In Wales und Schottland spricht eine größere Zahl der Bevölkerung noch die keltische Regionalsprache Walisisch oder Gälisch.

Zeitverschiebung

Mitteleuropäische Zeit (MEZ) -1 Stunde
Da auch in Großbritannien die Sommerzeit gilt, bleibt der Zeitunterschied auch während dieser Zeit erhalten.

Stromspannung

240 Volt Wechselstrom, 50 Hertz.
Da in Großbritannien dreipolige, flache Stecker üblich sind, empfiehlt es sich unbedingt, einen Adapter mitzunehmen.

Telefon/Post

Telefon

Die Vorwahl von Deutschland nach Großbritannien ist 0044, die Länderwahl von Großbritannien nach Deutschland 0049. Die sehenswerten roten Telefonhäuschen sind mittlerweile durch moderne Münzapparate ersetzt. Es werden 10 p, 20 p, 50 p sowie 1 £-Münzen angenommen. Ertönt während des Gesprächs ein Signal, müssen neue Münzen nachgeworfen werden, wenn man nicht unterbrochen werden möchte. Neben Münztelefonen gibt es Kartentelefone, die mit Phonecard oder mit Kreditkarte funktionieren. Es ist günstiger, wochentags nach 18 Uhr und am Wochenende zu telefonieren.
NOTRUFNUMMERN: Polizei, Unfallrettung und Feuerwehr 999 oder 112.

Mobilfunk

Derzeit gibt es Roamingverträge mit Anbietern in Großbritannien von E-Plus, O2, T-Mobile und Vodafone.

Internet

Länderkürzel: .uk

Feiertage

1. Januar (Neujahr), 2. Januar (nur Schottland), 17. März ( St. Patrick´s Tag/ nur Nordirland; falls auf Sonntag fallend, ist der folgende Montag der Feiertag), Karfreitag, Ostermontag (nicht Schottland), Osterdienstag (nur in Nordirland), erster Montag im Mai, letzter Montag im Mai, 12. Juli ( Schlacht von Boyne/ nur Nordirland), erster Montag im August (nur Schottland), letzter Montag im August (nicht Schottland), 25. und 26. Dezember (Weihnachten).
Unterschiedliche Regelungen für die jeweiligen Landesteile gibt es außerdem noch bei den sogenannten "bank holidays".
Die Hauptferienzeit geht von Juli bis September.

Öffnungszeiten

Banken: Mo bis Fr 9.30-16.30 Uhr, einige große Banken haben auch samstags geöffnet;
Post: Mo bis Fr 9-17.30 Uhr, Sa 9-13 Uhr;
Geschäfte, große Warenhäuser: Mo bis Sa 9-17.30 Uhr, Do und Fr auch bis 19/20 Uhr, kleine Läden und Warenhäuser haben teilweise auch sonntags geöffnet;
Büros: Mo bis Fr 9-17 Uhr (Mittagspause von etwa 13-14 Uhr).

Kleidung

Für einen Aufenthalt in Großbritannien gilt Folgendes: Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte, unpassende Kleidung. Getreu diesem Grundsatz sollte man, gleichgültig zu welcher Jahreszeit, auf jeden Fall eine Regenjacke oder etwas Ähnliches mitnehmen. Auch einen warmen Pullover sollte man immer dabeihaben. Ansonsten ist die normalerweise in Mitteleuropa passende Kleidung zu empfehlen.

Währung

Währungseinheit

Währungseinheit: Pfund Sterling ( £)
1 Pfund Sterling = 100 Pence.
Derzeitiger Devisenkurs:
1 Euro = ca. 0,65 £
1 US-$ = ca. 0,56 £

Devisenbestimmungen/Umtausch

Einfuhr Fremdwährung: unbeschränkt
Einfuhr Landeswährung: unbeschränkt
Ausfuhr Fremdwährung: unbeschränkt
Ausfuhr Landeswährung: unbeschränkt
Umtausch: An Wechselschaltern kommerzieller Wechselstuben teilweise hohe Grundgebühr.
Internationale Kreditkarten: Ja - werden in größeren Hotels und Geschäften akzeptiert.
Geldautomat: Ja - mit EC-Karte und PIN-Nummer Bargeldabhebung möglich.

Klimainformationen

Großbritannien und Nordirland haben das angenehmste Klima aller Länder dieses Breitengrades.
Die durchschnittlichen Temperaturen liegen im Sommer bei etwa 21°C. Gelegentlich kann das Thermometer bis auf 30°C steigen. Die tiefsten Temperaturen, die zu dieser Zeit gemessen werden können, liegen bei etwa 14°C. Dies kommt allerdings nur selten vor. Im Frühjahr und Herbst ist im Durchschnitt mit Temperaturen von etwa 8-10°C zu rechnen.

Beste Reisezeit

Die Monate April und Mai sowie September und Oktober gelten als beste Reisezeit.

Geschichte/Politik

Die älteste Besiedlung Großbritanniens geht bis in die Altsteinzeit zurück. 43 n. Chr. eroberten römische Legionen das Gebiet des heutigen Englands. Nach ständigen Kämpfen zwischen Aufständischen und Römern endete 410 die römische Herrschaft in Britannien. Gegen kriegerische Pikten und Scoten riefen die Britannier die Angeln und Sachsen zu Hilfe, die nach erfolgreichem Kampf die Macht übernahmen. Ab 1066 (Schlacht bei Hastings) etablierte sich die normannische Herrschaft unter Wilhelm dem Eroberer. Unter Heinrich II. wurde ein mächtiges Reich aufgebaut, das auch Gebiete Frankreichs umfasste. Der Anspruch auf den französischen Thron führte im Hundertjährigen Krieg (1338-1453) immer wieder zu Auseinandersetzungen mit Frankreich, die die Engländer für sich entscheiden konnten. Unter Heinrich VIII. und nach Auseinandersetzungen mit dem Papst trennte sich Britannien von Rom. Der König wurde zum Haupt der englischen Staatskirche. Elisabeth I. stärkte die Staatskirche und machte England zu einer protestantischen Vormacht. Der lange Krieg mit den Spaniern endete 1588 mit einem englischen Sieg über die spanische Armada.
Die Kolonialpolitik mit der Ausbeutung der überseeischen Kolonien machten Britannien zur führenden Handels- und Wirtschaftsmacht Europas. Die Industrielle Revolution im 18. Jahrhundert brachte mit der Schaffung eines Industrieproletariats erhebliche soziale Probleme mit sich, denen mit Reformen begegnet wurde. Alterserscheinungen in der englischen Industriewirtschaft führten das Land im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts in die wirtschaftliche Krise. In den beiden Weltkriegen kämpfte Großbritannien auf der Seite der siegreichen Alliierten. Erst 1973 trat Großbritannien der EU bei. Die lange Vormachtstellung der Konservativen Partei (Margaret Thatcher, John Major) wurde 1997 durch Tony Blair (Labour Party) beendet.

Wirtschaft

Nach schwerer wirtschaftlicher Rezession Anfang der 90er Jahre zeigt die Wirtschaft Englands heute wieder eine aufsteigende Tendenz. Das Pfund ist wieder gestiegen, und dies merken unter anderem auch Touristen, die jetzt tiefer in die Tasche greifen müssen, als noch vor einigen Jahren. Dennoch ist Großbritannien nach wie vor ein beliebtes Urlaubsland, und der Tourismus bleibt ein Wirtschaftszweig mit wachsender Bedeutung. Die Arbeitslosigkeit, die zeitweise bei zehn Prozent lag, konnte auf rund sechs Prozent gesenkt werden. Es bleibt jedoch abzuwarten, ob die Labour-Regierung den Erfolgskurs fortsetzen kann.

Religion

In Großbritannien sind fast alle größeren Religionen der Welt vertreten. Es gibt zwei Staatskirchen, die anglikanische Kirche (Church of England) und die presbyterianische schottische Staatskirche (Church of Scotland). Etwa 50 Prozent der Bevölkerung gehören der anglikanischen Glaubensgemeinschaft an, rund 13 Prozent der Einwohner sind römisch-katholisch und circa vier Prozent presbyterianisch. Die jüdische Gemeinde ist mit rund 300.000 Mitgliedern die zweitgrößte jüdische Gemeinde Europas.

Vegetation

Die Pflanzenwelt Großbritanniens ist so vielfältig wie seine Landschaften. Jahrhunderte menschlicher Besiedlung haben die Vegetation stark geprägt. Nur im Süden des Landes hat sich noch ursprünglicher Wald erhalten. In Schottland, Südwestengland, Wales und Nordirland gibt es noch Heide- und Moorland. Zu den Pflanzen dieser Gegenden gehören Heidekraut, Ginster, Torfmoos, Vogelbeere und Blaubeere. Aber bereits vor über 200 Jahren wurde mit der Trockenlegung der großen Sumpfgebiete des Landes, wie den Fens in East Anglia und den Somerset Levels, begonnen. Seit 1945 führte der erhöhte Bedarf an Ackerland und Baugebieten zu umfangreichen Eingriffen auch in kleinere Moor- und Sumpfgebiete.

Tierwelt

Die einzigen wild lebenden Großsäugetiere Großbritanniens sind die Rothirsche, die in den schottischen Highlands und in Exmoor vorkommen sowie die Rehe in den Wäldern Schottlands und Südenglands. In Exmoor, auf den Shetland-Inseln und im New Forest trifft man noch auf halbwilde Ponys. Andere heimische Säugetiere sind außer dem Fuchs, noch Dachs, Wiesel, Marder, Iltis, Eichhörnchen, Igel, Maulwurf und Feldhase. Einige Tiere, wie z.B. das Hermelin, der Luchs oder auch das rote Eichhörnchen, sind vom Aussterben bedroht. Rund 200 Vogelarten sind auf den Inseln heimisch. Zu den selteneren Exemplaren gehören hierbei der Königsfischer, Zaunkönig und Specht. Die häufigsten Süßwasserfische sind der Lachs, die Forelle aber auch die Plötze, der Flussbarsch und der Hecht.

Kulinarisches

In Großbritannien frühstückt man wie ein König. Das reichhaltige Breakfast besteht aus Müsli, Spiegeleiern, Bacon, Würstchen, gegrillten Tomaten. Nicht fehlen darf auch die obligatorische Orangenmarmelade (marmelade) und Fruchtsaft. Ein preiswertes Mittagsmenü ist Fish´n´Chips mit oder ohne vinegar (Essig). Zum Dinner hat man die verschiedensten Auswahlmöglichkeiten, vom Steak mit Tiefkühlerbsen bis hin zu exquisiten Speisen. In größeren Städten, z.B. London, sollte man sich den Besuch eines indischen oder chinesischen Lokals nicht entgehen und den Commonwealth zumindest kulinarisch wieder aufleben lassen. Nationalgetränk ist natürlich Tee, den man zu jeder Gelegenheit zu sich nimmt. Zur nachmittäglichen Tea Time mit Süßigkeiten wie Kuchen oder Früchte und Sahne. Auch das englische Bier ist, wenn man sich erst einmal daran gewöhnt hat, sehr zu empfehlen.

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